Quotencheck: «DTM»

Für einen wirklichen Quotenerfolg hätte es mehr Konstanz und eine stärkere Tendenz gen Zweistelligkeit gebraucht.

Die «Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft» gehört bei ProSieben seit Jahren zum festen Sportprogramm, doch auch 2026 blieb das Zuschauerinteresse überschaubar. Damit blieb der Motorsport am Samstagnachmittag und Sonntagmittag immer ab etwa 13.30 Uhr zwar eine verlässliche Programmfarbe, ein größerer Quotenschub war allerdings nicht zu erkennen.

Der Saisonauftakt am Red Bull Ring fiel mau aus: Am Samstag, 25. April, schalteten 0,23 Millionen Zuschauer ein, womit ProSieben 3,5 Prozent Marktanteil erzielte. Bei den Jüngeren standen 0,06 Millionen und blasse 6,0 Prozent auf dem Papier. Tags darauf sank der Gesamtmarktanteil sogar noch auf 2,8 Prozent bei 0,23 Millionen Zuschauern. Auch in der jüngeren Altersklasse ratterte das Interesse mit 0,06 Millionen und runter auf nun grottige 3,3 Prozent.

Zandvoort brachte Ende Mai zunächst keine Wende: Die Samstagsübertragung kam auf 0,16 Millionen Zuschauer und desolate 2,6 Prozent, bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,04 Millionen und anhaltend krisenhafte 3,6 Prozent gemessen. Am Sonntag verbesserte sich das Bild allerdings deutlich. 0,35 Millionen Zuschauer sorgten für immerhin durchwachsene 4,8 Prozent insgesamt, während 0,10 Millionen Jüngere bereits langte für einen vernünftigen Marktanteil von 8,5 Prozent.

Am Lausitzring bewegten sich die Übertragungen im Juni wieder auf einem eher zäheren Niveau. Am Samstag (20. Juni) wurden 0,23 Millionen Zuschauer und 3,2 Prozent gemessen, am Sonntag 0,27 Millionen und 2,9 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen zwar noch akzeptable 7,6 Prozent zu Buche, allerdings lediglich bei einer Reichweite von 0,08 Millionen – nicht mal 0,10 Millionen wurden erreicht. Das änderte sich dann zumindest am Folgetag, der 0,12 Millionen und recht ordentliche 8,0 Prozent zeitigte.

Der Norisring erwies sich Anfang Juli als einer der stärkeren Austragungsorte. Die Samstagsübertragung erreichte 0,26 Millionen Zuschauer und 3,7 Prozent, bei den Jüngeren waren 0,07 Millionen und ausbaufähige 6,1 Prozent drin. Am Sonntag steigerte sich die Reichweite dann aber spürbar auf 0,47 Millionen, der Marktanteil kletterte auf passable 5,0 Prozent. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen fiel das Ergebnis mit 0,17 Millionen und soliden 9,1 Prozent deutlich besser aus.

In Oschersleben zeigte sich anschließend erneut das bekannte Wechselspiel. Am Samstag, 25. Juli, blieben lediglich 0,14 Millionen Zuschauer und schlechte 2,1 Prozent hängen. Bei den Jüngeren wurden 0,04 Millionen und nun wieder üble 3,4 Prozent ausgewiesen. Am Sonntag ging es mit 0,38 Millionen Zuschauern und annehmbaren 4,0 Prozent wieder bergauf, während die jüngere Altersklasse 0,08 Millionen und schlechte 5,4 Prozent erreichte.

Die letzten beiden Rennwochenenden brachten keine grundsätzliche Veränderung. Mitte September erreichte die Samstagsübertragung 0,28 Millionen Zuschauer und 4,2 Prozent, bei den Jüngeren waren 0,10 Millionen und passable 8,4 Prozent drin. Am Sonntag standen 0,34 Millionen Zuschauer und 3,4 Prozent insgesamt sowie 0,11 Millionen und 5,5 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen zu Buche – das war dann eher wieder enttäuschend.

Im Oktober kam die Samstagsübertragung auf 0,31 Millionen Zuschauer und 4,0 Prozent, während die jüngere Altersklasse 0,11 Millionen und 7,9 Prozent beisteuerte. Das letzte Rennen am Sonntag, diesmal erst am späten Nachmittag, erreichte 0,38 Millionen Zuschauer und 3,2 Prozent. Bei den Jüngeren wurden 0,10 Millionen und 5,3 Prozent ermittelt.

Unterm Strich lieferte die DTM bei ProSieben eine Saison mit einzelnen moderaten Lichtblicken, aber ohne nachhaltigen Aufwärtstrend. Der Norisring-Sonntag markierte mit 0,47 Millionen Zuschauern und 5,0 Prozent den Spitzenwert der ausgewiesenen Übertragungen. Dem standen wiederholt schwache Samstage mit gerade einmal 2,1 Prozent Marktanteil gegenüber. Auch die jüngere Altersklasse sorgte nicht durchgehend für überzeugende Ergebnisse: Zwar waren bei einzelnen Rennen mehr als acht Prozent möglich, doch andere Übertragungen blieben bei weniger als fünf Prozent hängen. Mit durchschnittlich 3,4 Prozent insgesamt und 6,1 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen bleibt die DTM für ProSieben ein Sportangebot mit begrenzter Reichweite. Für einen größeren Quotenerfolg hätte es mehr Konstanz und eine stärkere Tendenz gen Zweistelligkeit gebraucht.
29.10.2026 12:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/177011
Mario Thunert

super
schade


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• Deutsche Tourenwagen-Meisterschaft

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