«Die Hexenprozesse von Essex»: History Channel zeigt Doku-Dreiteiler an Halloween

Rylan Clark und Professorin Alice Roberts untersuchen drei historische Fälle aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Die deutsche TV-Premiere ist für den 31. Oktober geplant.

Drei historische Hexenprozesse, zahlreiche Gerichtsakten und die Frage, wie aus gesellschaftlichen Ängsten tödliche Verfolgungen entstehen konnten: Mit «Die Hexenprozesse von Essex» widmet sich der HISTORY Channel einem düsteren Kapitel der britischen Geschichte. Die dreiteilige Dokumentation feiert am Samstag, den 31. Oktober 2026, ab 20.15 Uhr ihre deutsche Fernsehpremiere. Die Produktion ist außerdem auf Abruf verfügbar und gehört zur Halloween-Sonderprogrammierung des Senders.

Im Mittelpunkt stehen Moderator Rylan Clark und die Wissenschaftlerin Professorin Alice Roberts, die gemeinsam drei Fälle aus den Jahren 1566, 1582 und 1645 untersuchen. Dafür reisen sie an die historischen Schauplätze in der englischen Grafschaft Essex, werten originale Gerichtsunterlagen aus und sprechen mit Fachleuten über die gesellschaftlichen Hintergründe der Hexenverfolgungen. „Ich wollte verstehen, wie eine Gesellschaft so aus dem Ruder geraten konnte“, erklärt Roberts über ihre Motivation, sich mit den damaligen Ereignissen auseinanderzusetzen.

Die erste Episode beschäftigt sich mit Agnes Waterhouse, ihrer Tochter Joan und ihrer Schwester Elizabeth. Die Frauen mussten sich 1566 nach einem neu eingeführten Gesetz gegen Hexerei vor Gericht verantworten. Im zweiten Teil führt die Spur nach St. Osyth, wo im Jahr 1582 ein Streit und der Tod eines Kindes eine Welle von Anschuldigungen auslösten. Insgesamt 14 Frauen wurden dort der Hexerei beschuldigt. Die Dokumentation rekonstruiert die Ereignisse und untersucht, welche Rolle persönliche Konflikte, Aberglaube und gesellschaftliche Machtverhältnisse spielten.

Der dritte Teil widmet sich Matthew Hopkins, der sich selbst als „Witchfinder General“ bezeichnete. Gemeinsam mit John Stearne verfolgte er 1645 in Manningtree zahlreiche Frauen und suchte an ihren Körpern nach angeblichen Teufelsmalen. Die von Hopkins vorangetriebenen Verfolgungen erstreckten sich in Essex bis 1647. Dabei zeigt die Dokumentation, wie vermeintliche Beweise und erzwungene Anschuldigungen zur Grundlage schwerwiegender Urteile werden konnten.

Unterstützung erhalten Clark und Roberts unter anderem vom Historiker Professor Ronald Hutton sowie den Literaturwissenschaftlerinnen Professorin Nandini Das und Professorin Marion Gibson. Auch psychologische und medizinische Fachleute kommen zu Wort. Neben Interviews und historischen Dokumenten setzt die Produktion auf nachgestellte Szenen sowie einen eigens eingerichteten Ermittlungsraum, in dem die damaligen Fälle wie moderne Kriminalermittlungen untersucht werden.

Rylan Clark ist in Großbritannien unter anderem durch die BBC-Produktion «Rob and Rylan’s Grand Tour» bekannt, die 2025 mit einem BAFTA in der Kategorie „Factual Entertainment“ ausgezeichnet wurde. Als Einwohner von Essex bringt er zudem persönliche Kenntnisse über die Region ein. Alice Roberts war bereits in HISTORY-Produktionen wie «Auf Schienen durch das alte Ägypten», «Britanniens verborgene Schätze» und «Auf Schienen durch das alte Griechenland» zu sehen. Die Dokumentation entstand unter dem Originaltitel «Witches of Essex» bei Mindhouse TV für den britischen Sender Sky HISTORY. Regie führte Paul Olding.
14.10.2026 09:32 Uhr Kurz-URL: qmde.de/176520
Fabian Riedner

super
schade


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• Die Hexenprozesse von Essex • Rob and Rylan’s Grand Tour • Auf Schienen durch das alte Ägypten • Britanniens verborgene Schätze • Witches of Essex

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