Unterm Strich erwiesen sich die neu zusammengesetzten Wiederholungen nach solidem Auftakt dann doch als schwach laufendes Sommerprogramm.
«Comedy Allstars – Meilensteine des Humors» war bei ProSieben im Sommer und Frühherbst ein Wiederholungsexperiment: Der Sender setzte aus bereits vorhandenem Material neu kombinierte Ausgaben zusammen. Als klassisches Neuprodukt konnte das Format damit naturgemäß nicht antreten – interessant war jedoch die Frage, ob die neu montierten Rückblicke im ProSieben-Abendprogramm noch genügend Publikum mobilisieren konnten.
Zum Auftakt am Mittwoch, den 5. August, sah das zunächst durchaus ordentlich aus. Die erste Ausgabe kam ab 22.36 Uhr auf 0,50 Millionen Zuschauer und 4,1 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,24 Millionen und solide 9,9 Prozent gemessen. Damit gelang den «Comedy Allstars» vor allem in der jüngeren Altersklasse ein vergleichsweise ansehnlicher Start. Die zweite Ausgabe des Abends fiel anschließend auf 0,26 Millionen Zuschauer und 3,6 Prozent insgesamt zurück. Bei den 14- bis 49-Jährigen standen noch 0,11 Millionen und mittelmäßige 7,1 Prozent zu Buche.

Eine Woche später zeigte sich allerdings bereits, wie wenig stabil dieses Niveau war. Am 12. August erreichte die erste Ausgabe ab 22.34 Uhr lediglich 0,32 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 2,5 Prozent entsprach. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen ging es deutlich nach unten: 0,07 Millionen und nur noch üble 3,1 Prozent wurden gemessen. Die zweite Ausgabe kam anschließend auf 0,21 Millionen Zuschauer und 3,0 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,06 Millionen und ernüchternde 4,3 Prozent erreicht. Gegenüber dem Auftakt hatte das neu zusammengesetzte Wiederholungsformat damit bereits spürbar an Zugkraft verloren.
Am 19. August setzte sich die Talfahrt fort. Die erste Folge des Abends kam nur noch auf 0,23 Millionen Zuschauer und 2,0 Prozent. Besonders schwach fiel das Ergebnis bei den 14- bis 49-Jährigen aus: Mit 0,06 Millionen wurden gerade einmal 2,9 Prozent erreicht. Die zweite Ausgabe verschärfte die Misere sogar noch. Sie interessierte lediglich 0,16 Millionen Zuschauer, entsprechend 2,3 Prozent, während bei den 14- bis 49-Jährigen nur 0,03 Millionen und 2,4 Prozent übrig blieben.

Am 26. August gab es zumindest bei den Jüngeren wieder einen kleinen Move nach oben. Die erste Ausgabe erreichte 0,26 Millionen Zuschauer und 2,3 Prozent insgesamt sowie 0,11 Millionen und 5,7 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Für die zweite Ausgabe reichte es allerdings nur noch für 0,10 Millionen Zuschauer und 1,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,04 Millionen und 3,2 Prozent gemessen. Der zwischenzeitliche Anstieg bei der ersten Folge erwies sich damit nicht als nachhaltige Trendwende.
Am 2. September wurde das Programm bereits deutlich früher begonnen. Die erste Ausgabe lief ab 21.47 Uhr und kam auf 0,34 Millionen Zuschauer, allerdings nur 1,9 Prozent beim Gesamtpublikum. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,18 Millionen und dürftige 5,1 Prozent erzielt. Die zweite Ausgabe ab 22.52 Uhr erreichte 0,25 Millionen Zuschauer und 2,3 Prozent sowie 0,11 Millionen und 5,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen.
Danach verschwand das Format zunehmend aus dem regulären Abendprogramm und rutschte auf deutlich spätere Slots. Am 16. September wurde eine Ausgabe erst um 00.20 Uhr ausgestrahlt. Sie erreichte noch 0,10 Millionen Zuschauer und 2,1 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,04 Millionen und triste 4,4 Prozent gemessen. Am 23. September folgte schließlich um 00.25 Uhr ein noch bittereres Bild: 0,10 Millionen Zuschauer und 2,3 Prozent insgesamt sowie lediglich 0,02 Millionen und 2,2 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen schalteten zu.

Über den gesamten Ausstrahlungszeitraum kamen die «Comedy Allstars» damit auf einen Durchschnitt von 0,24 Millionen Zuschauern, 2,5 Prozent beim Gesamtpublikum sowie 0,09 Millionen und 4,6 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen. Bei beiden Werten handelt es sich um mangelhafte Zahlen. Nach einem noch brauchbaren Auftakt folgte bereits in der zweiten Woche ein deutlicher Einbruch. Unterm Strich erwiesen sich die neu zusammengesetzten Wiederholungen somit als schwach laufendes Sommerprogramm.
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