1981 ging alles los im ZDF - und gestern endete die Geschichte von «Ein Fall für zwei» vorerst. Wie liefen die letzten 60 Minuten mit Mues und Monot?
Ohne jegliche Übertreibung endete am gestrigen Freitag ein ganzes Stück Fernseh-Geschichte. Die Krimi-Serie
«Ein Fall für zwei» endete mit der vierten Folge der 12. Staffel - schon lange zuvor war bekannt, dass das ZDF mit dieser TV-Runde die Krimireihe in die Mottenkiste packen möchte. Die TV-Zahlen untermauern das Serien-Aus nicht wirklich - auch die aktuelle Staffel lief in den vergangenen Wochen mit Reichweiten zwischen 3,77 und 4,23 Millionen Zuschauern stabil gut, jeden Freitag staubte das Zweite mit dem Krimi die jeweils beste Reichweite ab. Am gestrigen Freitag kamen für die mitunter letzte Ausstrahlung eines neuen Falls von «Ein Fall für zwei» 3,90 Millionen Zuschauer ab drei Jahren im Schnitt zum ZDF. Die Primetime begeisterte demnach abermals mit einer Quote von 19,4 Prozent. So ein wirkliches Finale, mit Feuerwerk und Blumenstrauß, war das jedoch auch nicht.
Dennoch: Ein letztes Mal sollten also Wanja Mues als Leo Oswald und Antoine Monot als Benni Hornberg über die Mattscheibe flimmern. Im finalen Fall «Dunkle Schatten» ging es um eine Frau gehen, die im Streit ihren Mann getötet haben soll. Was ein Indiz für das Ende der Produktion sein könnte, wobei die Relevanz hier mehr als fraglich ist, ist die Leistung bei den 14- bis 49-Jährigen. Wirklich den Zeitgeist scheint der ZDF-Krimi nicht zu treffen, zumindest sind die Zahlen bei den 14- bis 49-Jährigen nie grandios. Im Verlauf der Staffel kamen zwar bis zu 0,24 Millionen und damit am 25. September 9,0 Prozent zusammen, in den Bestenlisten des Tages taucht der Sender damit jedoch eben nicht auf.
Am finalen Sendetag gestern holten sich Oswald und Homberg 0,20 Millionen jüngere Zuschauer ab, das brachte dem Duo eine Einschaltquote von 7,3 Prozent. Ob nun jedoch die Leistung bei den 14- bis 49-Jährigen wirklich eine Rolle gespielt haben soll, ist mehr als fraglich. Um 21:15 Uhr war dann auf jeden Fall Schluss - mit jedoch auch direkt einem neuen Start! Die Langzeit-Krimiserie
«SOKO Leipzig» startete in die 27. Staffel. Das hielt 3,46 Millionen Zuschauer im Programm des Zweiten, die Quote sank dennoch auf 17,5 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen verweilten 0,23 Millionen Fernsehende, das entsprach dann sogar einer steigenden Quote von 7,4 Prozent.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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