Der Schauspieler gibt Anfang Oktober sein Debüt als Quizmaster. Als langjähriger Fan der BBC-Show will er den Geist seines Vorgängers bewahren.
Für Michael Sheen beginnt am Montag, 5. Oktober, eine neue Aufgabe: Der vielfach ausgezeichnete Schauspieler übernimmt die Moderation von
«House of Games» und tritt damit die Nachfolge von Richard Osman an. Für Sheen ist es das erste Mal, dass er als Gastgeber einer Quizshow arbeitet. Mit dem Format ist er allerdings schon lange vertraut – nach eigenen Angaben gehörte er bislang selbst zu den regelmäßigen Zuschauern.
Die Anfrage habe bei ihm deshalb zunächst Begeisterung und Nervosität zugleich ausgelöst. «House of Games» sei stark mit Osman verbunden gewesen, weshalb Sheen selbst einem Nachfolger zunächst skeptisch gegenübergestanden hätte. Dass Osman ihn zu dem Schritt ermutigte, habe ihm die Entscheidung erleichtert. Eine Absage, so Sheen, hätte er vermutlich später bereut.
Grundsätzlich möchte der neue Gastgeber das Konzept nicht grundlegend verändern. Vielmehr will Sheen selbst bei den Spielen mitdenken und sich auf die wechselnden Prominenten einlassen. Gerade Kandidaten, die «House of Games» bereits kennen und den spielerischen Charakter des Formats verstehen, seien seiner Ansicht nach besonders gut für die Sendung geeignet. Neben dem Ehrgeiz gehöre schließlich auch dazu, über sich selbst lachen zu können.
Als Kandidat hätte Sheen selbst klare Vorlieben. Besonders gerne spielt er die Runden „I’m Terrible At Dating“ und „Where Is Kazakhstan?“, wobei er sich bei ersterer auch die besten Erfolgschancen ausrechnet. Weniger liegt ihm „Games House Of“, während er „House Rules“ besonders gerne bei anderen Kandidaten verfolgt. Dort würde er nach eigener Einschätzung selbst schnell frustriert reagieren.
Auch eine persönliche Wunschbesetzung für eine Woche hat Sheen bereits im Kopf. Joyce Grenfell, Laurence Olivier, Judi Dench und Regisseur Ron Howard würde er gerne gemeinsam antreten lassen. Olivier habe zu den Menschen gehört, wegen denen Sheen selbst Schauspieler werden wollte. Bei der Auswahl gehe es ihm vor allem um Persönlichkeiten, mit denen er gerne eine komplette Woche verbringen würde.
Für seinen Einstand verspricht Sheen keine Revolution. Vielmehr hofft er, Wärme, Humor und den spielerischen Umgang mit dem Format von Osman fortführen zu können. Gleichzeitig werde sich «House of Games» allein durch einen neuen Moderator zwangsläufig etwas verändern. Seine neue Aufgabe fasst Sheen selbst mit drei Begriffen zusammen: Freude, Lachen und Dankbarkeit.
Michael Sheen erklärte über seine erste Reaktion: „Ich war wirklich begeistert. Ich bin schon so lange ein Fan der Sendung. Ich schaue sie jeden Tag. Ich habe mich schon lange darüber beschwert, warum mich noch niemand gefragt hatte, ob ich daran teilnehmen möchte – darüber war ich ein bisschen empört. Aber als ich dann gefragt wurde, ob ich Interesse hätte, die Sendung zu moderieren, war ich wirklich begeistert, aber auch nervös, weil sie so sehr mit Richard verbunden war. Der Gedanke, dass irgendjemand Richard ablösen könnte, war etwas, worüber ich mich selbst beschwert hätte – wenn ich es nicht gewesen wäre! Es war also eine Mischung aus Begeisterung und Nervosität. Nachdem ich meine anfängliche Angst überwunden hatte, war ich unglaublich begeistert und fühlte mich geehrt, gefragt worden zu sein. Es ist eine riesige Ehre.“
Über seinen Umgang mit Osmans Erbe sagte Sheen: „Ich hoffe, dass die Menschen das Gefühl haben werden, dass der Geist der Sendung auf die gleiche Weise weiterlebt. Dass die Wärme, der Humor, der Schalk und der Respekt vor den Spielen, die Richard hatte, durch mich weitergeführt werden. Aber vielleicht werden die Menschen die Sendung auch in einem etwas anderen Licht sehen, weil sie nun von jemand anderem moderiert wird. Und ich hoffe, dass die Menschen sehen können, wie viel Freude mir die Arbeit macht und wie gerne ich mit den Gästen zusammen bin. Und natürlich wird es fantastische Gäste geben, von denen einige zurückkehren und andere zum ersten Mal dabei sein werden. Es gibt vieles, auf das man sich freuen kann.“
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