In einer neuen «Am Puls»-Ausgabe treffen die Sorgen der Gen Z auf die Erfahrungen von Boomern und Rentnern.
Das ZDF widmet sich am Tag der Deutschen Einheit dem Konflikt zwischen den Generationen. Am Samstag, 3. Oktober 2026, ist um 19.20 Uhr die neue Ausgabe
«Am Puls» „Alt gegen Jung: Wer ist hier verwöhnt?“ zu sehen. Der Film von Rebecca Kirkland und Linda Huber steht am selben Tag ab 10.00 Uhr auch im Streamingangebot des Senders zur Verfügung.
Mitri Sirin geht darin der Frage nach, wie gerecht Lasten und Chancen zwischen den Generationen verteilt sind. Dabei geht es unter anderem um hohe Mieten, Renten, Vermögensaufbau, Arbeitszeit und die Debatte um den Wehrdienst. Während sich viele junge Menschen fragen, ob sie sich künftig eine eigene Wohnung oder eine Familie leisten können, verweisen Ältere auf jahrzehntelange Arbeit und einen Wohlstand, den sie sich aus ihrer Sicht selbst erarbeitet haben.
Für die Dokumentation trifft Sirin unter anderem junge Erwachsene in Mannheim. Beim gemeinsamen Fußballspielen spricht er mit ihnen über ihre Haltung zum freiwilligen Wehrdienst. Zur Sprache kommen dabei auch die Erfahrungen einer Generation, deren Jugend von der Corona-Pandemie, dem Krieg in Europa und einem zunehmenden Gefühl gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Unsicherheit geprägt wurde. Julian Kamps, der sich selbst als "meistgehassten Gen-Z-Mensch" bezeichnet, erklärt Sirin zudem, warum die klassische 40-Stunden-Woche bei vielen Angehörigen seiner Generation auf Ablehnung stößt.
Doch «Am Puls» betrachtet den Konflikt auch aus der Perspektive der Älteren. Sirin besucht erfahrene Unternehmer, die bei jüngeren Beschäftigten mangelnde Leistungsbereitschaft beobachten wollen. Außerdem trifft er Rentnerinnen und Rentner, von denen einige ihren Ruhestand genießen können, während andere weiterhin arbeiten – entweder aus eigener Überzeugung oder weil ihre Rente zum Leben nicht ausreicht.
Damit soll die Sendung zeigen, dass die häufig zugespitzte Auseinandersetzung zwischen "Boomern" und "Gen Z" auch mit sehr unterschiedlichen wirtschaftlichen Ausgangsbedingungen zusammenhängt. Wer konnte über Jahrzehnte Eigentum und Vermögen aufbauen? Wer hat heute schlechtere Startbedingungen? Und welche Generation muss künftig einen besonders großen Teil der Kosten des demografischen Wandels tragen? «Am Puls» fragt damit nicht nur, wer vermeintlich "verwöhnt" ist, sondern auch, weshalb sich auf beiden Seiten des Generationenkonflikts so viele Menschen benachteiligt fühlen.
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