Eines der letzten Sechzehntelfinale der «FIFA WM 2026» im Zweiten - gibt es noch Interesse nach dem deutschen Aus? Oder profitieren die Primetime-Formate ab jetzt?
Die Woche hätte für die deutsche Nationalmannschaft nicht schlechter beginnen können - gegen Paraguay scheidet die da noch Nagelsmann-Elf im Elfmeterschießen am Montagabend aus. Nichtsdestotrotz ging das Turnier weiter und am ersten Freitag nach dem DFB-Aus hatte das ZDF die Partie «Australien - Ägypten» im Sendeplan. Mit Anpfiff um 20 Uhr überschattete das Live-Event die Primetime, es folgten 5,46 Millionen Zuschauer ab drei Jahren im Schnitt. Damit ergab sich für den Mainz-Sender eine Quote von 29,4 Prozent, die «FIFA WM 2026» funktioniert demnach auch ohne Deutschland. Der Zuschauergruppe der 14- bis 49-Jährigen konnten 1,33 Millionen zugesprochen werden, das resultierte in einer Quote von 43,3 Prozent.
Das Erste wollte mit einem Krimi dagegenhalten, wie schon in der Vorwoche gab es eine Episode
«Nord bei Nordwest» zur besten Sendezeit. Der Fall
«Wilde Hunde» feierte im Januar 2022 Premiere, die gestrige Wiederholung sicherte der blauen Eins noch 3,24 Millionen Zuschauer und damit 0,11 Millionen 14- bis 49-Jährige. Insgesamt erreichte das Erste eine Quote von 17,2 Prozent, am Markt der Jüngeren waren eher dünne 3,6 Prozent drin. Nicht weniger spannend sollte es bei RTLZWEI sein - denn es gab ein Jubiläum zu feiern. Die Legendäre Filmreihe um die Echsenmutation «Godzilla» feiert 70. Jahrestag. Dazu gab es in der Grünwald-Primetime den Film
«Godzilla Minus One», den 33. Film der Reihe. Der mit einem Oscar prämierte Film sicherte jedoch lediglich 0,33 Millionen Zuschauer und daher eine eher dünne Quote von 1,8 Prozent. Die klassische Zielgruppe konnte mit 0,09 Millionen Umworbenen und einer Quote von 2,9 Prozent definiert werden. Um 22:55 Uhr folgte der 1998-
«Godzilla» von Regisseur Roland Emmerich - die Zuschauerzahlen fielen auf 0,23 und 0,06 Millionen. Dennoch steigerten sich die Quoten dadurch etwas auf insgesamt 2,7 Prozent und 3,3 Prozent am Makrt der 14- bis 49-Jährigen.
Neben Grünwald schickte lediglich ein Unterföhring-Sender einen Spielfilm in den Abend. ProSieben wollte mit
«Ready Player One» bestehen, was etwas mehr Anklang fand. Es folgten der roten Sieben 0,44 Millionen Zuschauer und damit 2,3 Prozent des TV-Marktes, mit den erreichten 0,18 Millionen Werberelevanten sicherte man sich in München 5,7 Prozent am Markt der Zielgruppe. Im Feld der TV-Shows positionierten sich gestern Abend Sat.1 und RTL. Beim Bällchensender gab es
«99 - Wer schlägt sie alle?», aus Köln wurde
«Die ultimative Chart Show: 50 Jahre Ballermann - Die erfolgreichsten Hits» gesendet. Das lief mit 0,69 Millionen Zuschauern im Schnitt im Vergleich zu den restlichen Sendern sehr gut, die Quote lag bei 4,1 Prozent. München erreichte 0,65 Millionen Fernsehende, das waren wiederum ebenfalls gute 3,5 Prozent. In den Zielgruppen begrüßte Oliver Geißen 0,13 Millionen, Panagiota Petridou und Florian Schmidt-Sommerfeld holten 0,10 Millionen - daher teilten sich die Marktanteile in 4,6 Prozent für Köln und 3,1 Prozent für München auf.
Von VOX durften die Zuschauer wie in den vergangenen Woche eine Episode
«Goodbye Deutschland! Die Auswanderer» erwarten. Das lief, ebenfalls wie in den vergangenen Wochen, mit 0,49 Millionen Zuschauern eher schlecht als recht, die Quote lag bei insgesamt 2,6 Prozent. Mit der Zielgruppen-Reichweite von 0,12 Millionen wird man bei der roten Kugel ebenfalls nicht unbedingt angeben wollen, hier waren 3,9 Prozent am entsprechenden Markt drin. Kabel Eins entschied sich hingegen gestern erneut für mehrere Folgen der US-Crime-Serie
«Navy CIS». Die ersten beiden Auskopplungen am Abend holten 0,50 und 0,55 Millionen Zuschauer ab, damit waren Quoten von 2,7 und 2,9 Prozent drin. Den 14- bis 49-Jährigen konnten 0,06 und 0,10 Millionen zugesprochen werden, was für 2,3 und 3,0 Prozent am entsprechenden Markt ausreichte.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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