Beißen wir in den sauren Apfel und führen uns die magere Quoten-Ernte vor Augen.
Für die Hamburger Anwältin Laura (Diana Staehly), ändert sich plötzlich alles: Unerwartet fällt ihr ein idyllischer Apfelhof am Bodensee zu – ein Erbe, das nicht nur ihr Berufsleben auf den Kopf stellt, sondern sie auch vor eine weitreichende Entscheidung stellt. Soll sie wirklich ihr Leben im Norden hinter sich lassen und sich in den Süden wagen? Diese Frage stellte sich in der neuen Sat.1-Vorabend-Daily
«Ein Hof zum Verlieben». Blickt man auf die Quoten, muss man zu dem Schluss kommen, dass nicht viele Zuschauende an der Antwort interessiert waren.

Schon der Start der neuen Serie am Montag, den 2. März um 18.00 Uhr, verlief vor ernüchternden Größenordnungen: 3,4 Prozent (0,07 Millionen) standen in der jüngeren Altersgruppe zu Buche, während es mit 3,6 Prozent gesamt (0,53 Millionen) nicht viel besser aussah. Die nächste Folge wurde direkt angehangen, denn die Produktion lief in Doppelfolgen. Ein Erfolg wurde auch sie nicht mit 0,09 Millionen und 3,7 Prozent in der Zielgruppe. Am Gesamtmarkt gings auf 3,1 Prozent durch 0,54 Millionen runter.
Zunächst noch weniger Zuschauende wurden am Dienstag gemessen: Nur verschwindend geringe 0,06 Millionen Werberelevante zu enttäuschenden 3,4 Prozent wollten wissen, wie die Storys weiter in Gang kamen. Beim Gesamtpublikum kam man ebenfalls auf eine leicht reduzierte Reichweite von 0,46 Millionen, bei einem Anteil um 3,2 Prozent. Zwar gelangte die zweite Episode des Abends auf einen vorläufigen Zielgruppen-Bestwert in Höhe 4,7 Prozent, allerdings langten dafür bereits überschaubare 0,10 Millionen 14-49-Jährige.

Die anschließenden Termine verließen den Vier-Prozent-Bereich dann sukzessive wieder, bis am 6. März ein erster vorläufiger Tiefpunkt von höchst krisenhaften 1,8 Prozent markiert wurde, der bloß 0,04 Millionen entsprach. Am Gesamtmarkt waren es zwar nicht ganz so katastrophale, aber auch nicht wirklich befriedigende 3,1 Prozent anhand 0,47 Millionen.
Einen Ausgleich zu diesem Negativrekord konnte aber direkt der nächste Tag beschaffen. Denn mit recht ordentlichen 7,7 Prozent durch 0,14 Millionen 14-49-Jährige wurde ein Bestwert eingefahren – der danach allerdings nur noch ein einziges Mal übertroffen werden konnte. Im Folgenden ergab sich nämlich wieder die gleiche Bewegung wie vorher: Über drei und zwei Prozent sackte man wieder weg bis auf 1,8 Prozent – zwischenzeitlich wurden gerade mal noch 0,03 Millionen Jüngere Zuschauende gemessen. Am Gesamtmarkt pendelte die Serie übrigens zwischen drei und zwei Prozent.
Zu einem wirklichen Lebenszeichen kam es erst wieder am Donnerstag, den 19. März. An diesem Abend generierte zumindest die erste Episode verbesserte 6,9 Prozent wegen 0,10 Millionen 14-49-Jährige. Schon eine halbe Stunde später halbierte sich die Reichweite jedoch wieder und drückte den Anteil auf besorgniserregende 2,7 Prozent.
Spätestens am 25. März dürfte den Verantwortlichen bewusst geworden sein, dass das Ganze nur noch sehr schwer zu einer akzeptablen Performance zu führen sein wird. Ein blamabler Tiefpunkt von 0,9 Prozent stand ins Haus, der durch kaum noch messbare 0,02 Millionen Jüngere aufkam. Auch bei den Über-50-Jährigen sah in Anbetracht 2,3 Prozent (0,38 Millionen) verheerend aus.
In den April-Wochen pendelte die Staehly-Daily dann zwischen ein und drei Prozent bei meistens um die 0,05 Millionen der Werberelevanten. Den endgültigen Todesstoß dürfte spätestens der 24. April gesetzt haben, als der bisherige Tiefstwert nochmal unterboten wurde mit 0,01 Millionen Jüngeren Interessenten zu vollkommen indiskutablen 0,9 Prozent.
Retten konnte da auch ein letztes Aufmucken am 30. April nichts mehr, welches überraschend zweistellige Größenordnungen in Höhe 10,2 Prozent mit sich brachte bei dennoch begrenzten 0,11 Millionen Jüngeren. Im weiteren Verlauf wieder das gleiche Spiel wie vorher: Die Ereignisse krachten auf die Spanne von ein bis drei Prozent der 14-49-Jährigen zurück, während bei den Älteren sowieso kaum Veränderungen zu beobachten waren.

Ausgerechnet das Finale der ersten Staffel versetzte ob ruinöser 0,6 Prozent durch nur noch 0,01 Millionen Umworbene einen letzten schmerzhaften Haken in die Magengrube. Am Gesamtmarkt gabs angesichts 2,1 Prozent und 0,23 Millionen auch nichts zu Hoffen. Deshalb und vor allem, weil lediglich niederschmetternde Mittelwerte von 2,9 Prozent (0,05 Millionen Jüngere) sowie 2,7 Prozent (0,37 Millionen Ältere) errechnet wurden, wird der erste Durchlauf von «Ein Hof zum Verlieben» mit großer Wahrscheinlichkeit auch der letzte bleiben.
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