«VisionQuest» verlangt Marvel-Fans einiges ab und «Nocturne» bleibt trotz starker Bilder tief im bekannten Serienkiller-Terrain.
«Nocturne» (seit 30. Oktober bei AppleTV)
Als ein totgeglaubtes Opfer des Serienmörders Jurek Walter lebend aufgefunden wird, nimmt Detective Jonah Lynn die Suche nach der letzten noch vermissten Person auf. Sein Schützling Saga Bauer ermittelt unterdessen undercover, um dem Mörder selbst Antworten zu entlocken. Nach dem Bestseller-Roman von Lars Kepler.
The Hollywood Reporter: “Wie die meisten Apple-Produktionen ist die Serie knackig gefilmt (Tim Van Patten führt bei den ersten beiden Folgen Regie) und wechselt zwischen dem institutionellen Beton von Riverside und der bodenständigen Idylle der Stadt dahinter hin und her. Wie in so vielen anderen Serien über die Jagd auf Serienmörder gibt es Überwachungsaktionen und Schießereien; ein mysteriöses, immer wiederkehrendes Symbol; eine traurige Ehefrau (Lily Rabe in Rückblenden), die ihren Mann, einen Polizisten, anfleht, den Fall aufzugeben; unheimliche Zeichnungen eines traumatisierten Kindes, die sich als wichtige Hinweise herausstellen.“
«Bass x Machina» (seit 3. November bei Netflix)
In einem Wilden Steampunk-Westen, in dem sich Gesetzlose, Maschinen und übernatürliche Mächte tummeln, wird ein Vater zum Richter und Henker, um seine Familie zu schützen.
Variety: “Doch «Bass x Machina» schafft einen Ausgleich zwischen solchen ethischen Dilemmata und schlichtweg gutem Unterhaltungsvergnügen. Danas kindliche Begeisterung für die Wunder des Industriezeitalters ist zum Teil auch die der Serie. “
«VisionQuest» (seit 14. Oktober bei Disney+)
Der neu erschaffene Vision hat sich vor jenen verborgen, die ihn als Waffe einsetzen wollen. Während er im Verborgenen lebt, berät er sich mit den in seiner Programmierung eingebetteten KI-Persönlichkeiten, darunter auch der berüchtigte Ultron, um seine wahre Bestimmung zu finden. Dieses stille Leben der Selbstreflexion endet, als ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wird und er gemeinsam mit Thomas Shepard auf die Flucht gerät, einem mysteriösen Jungen, der möglicherweise Visions wiedergeborener Sohn ist.
San Francisco Chronicle: “Die eher intellektuelle Serie «VisionQuest» taucht so tief in die Marvel-Mythologie ein, dass Gelegenheitszuschauer einen Wikipedia-Link offen halten müssen. Und sie könnte eingefleischte Fans in Ekstase versetzen. … Die Themen der mit Informationen überladenen Geschichte – Trauerbewältigung, Selbstfindung, der Umgang mit Eltern-Kind-Beziehungen, das Erlernen von Gefühlen, die Rettung der Welt – kommen klar und stimmig rüber. Solche Elemente, mit denen man sich gut identifizieren kann, führen uns sicher durch all die überwältigenden Hintergrundinformationen.“
«The Greatest» (seit 4. November bei Prime Video)
Die Welt kennt Muhammad Ali als Ikone – die Serie zeigt den Menschen dahinter. The Greatest begleitet den jungen Cassius Clay durch die persönlichen, beruflichen und politischen Kämpfe, die er innerhalb und außerhalb des Rings austrägt. Vor dem Hintergrund eines Amerikas im Wandel kämpft das Jahrhunderttalent für das Recht, seinen eigenen Weg zu gehen. Aus dem jungen Mann aus Louisville wird ein Champion, dessen Überzeugungen ihn weit über den Sport hinaus zur Ikone machen.
Variety: “«The Greatest» erinnert uns daran, dass Geschichte allgegenwärtig ist. Die Serie porträtiert einen jungen Mann, der sich durch jugendliche Arroganz und kühne Entschlossenheit auszeichnete und der stets für seine Überzeugungen eintrat, selbst wenn es ihn alles kostete. Indem sie die Grundlagen dafür legt, wer Cassius Clay war, vermittelt die Serie dem Publikum ein klareres Verständnis dafür, wer Muhammad Ali wurde und warum seine Präsenz so nachhaltig ist.“
«SCTV: The Greatest Show You've Never Heard Of» (seit 30. Oktober bei Netflix)
Die legendären «SCTV»-Mitglieder kommen in dieser Doku zusammen, um munter zu feiern, wie eine lustige kanadische Sketch-Show Geschichte schrieb.
The Playlist: “Letztendlich ist «SCTV: The Greatest Show You’ve Never Heard Of» mehr als nur eine Hommage an eine äußerst einflussreiche Comedy-Serie. Es ist ein zutiefst liebevolles Porträt von Freundschaften, die die Serie, die dadurch ins Rollen gekommenen Karrieren und in manchen Fällen sogar die Menschen selbst überdauert haben. Für Kanadier, die mit diesen Komikern aufgewachsen sind und deren Gesichter und Stimmen ihnen praktisch ihr ganzes Leben lang vertraut waren, hat es etwas fast Überwältigendes, sie wieder gemeinsam zu sehen – als würde man eine Gruppe geliebter Tanten und Onkel wiedertreffen, von denen einige nicht mehr unter uns sind.“
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