Der niederländische Naturfilmer Ruben Smit erkundet den Rhein und seine einzigartige Tierwelt. Zwei Dokumentationen feiern Anfang Dezember ihre deutsche TV-Premiere.
Mit
«Living River – Ein Mann und sein Kanu» kommt eine zweiteilige niederländische Naturdokumentation aus dem Jahr 2016 erstmals ins deutsche Fernsehen. Am Dienstag, den 1. Dezember 2026, werden die beiden Folgen um 20.15 Uhr und 21.10 Uhr bei GEO ausgestrahlt. Im Mittelpunkt steht der Naturfilmer Ruben Smit, der mit seinem Kanu dem Verlauf des Rheins durch die Niederlande bis zur Nordsee folgt. Seine Reise führt ihn durch unterschiedliche Landschaften und zeigt, wie sich die Natur entlang des Flusses im Wechsel der Jahreszeiten verändert.
Die erste Folge trägt den Titel „Von der Grenze zum Grebbeberg“ und beginnt an der deutsch-niederländischen Grenze. Von dort aus paddelt Smit flussabwärts und erkundet Wasserschutzgebiete sowie renaturierte Landschaften. Dabei entdeckt er Flussdünen, Auenwälder und Moore, die zahlreichen Tierarten einen Lebensraum bieten. Besonders die Veränderungen durch den nahenden Winter prägen diesen Teil der Reise. Eine Biberfamilie bereitet sich auf die kalte Jahreszeit vor und sammelt Weidenzweige, die sowohl als Baumaterial für ihren Unterschlupf als auch als Nahrung dienen.
In der zweiten Episode „Von Biesbosch zum Meer“, die um 21.10 Uhr beginnt, setzt Ruben Smit seine Reise durch das niederländische Flussdelta fort. Anfang März sind die Temperaturen noch niedrig, doch im Nationalpark Biesbosch kündigt sich bereits der Frühling an. An den Brutplätzen der Fischreiher beginnt die Partnersuche. Während einige Männchen bereits eine Partnerin gefunden haben, warten andere noch auf die Ankunft der Weibchen. Auch Seeadler lassen sich in der weitläufigen Landschaft beobachten. Die imposanten Greifvögel bereiten ihre Nester für den bevorstehenden Nachwuchs vor.
Die Dokumentation verbindet die persönliche Kanureise des Filmemachers mit Aufnahmen aus der Tier- und Pflanzenwelt. Dabei rücken nicht nur bekannte Arten wie Biber und Seeadler in den Mittelpunkt, sondern auch die unterschiedlichen Lebensräume entlang des Rheins. Besonders die wiederhergestellten Auenlandschaften zeigen, welche Bedeutung Flüsse für die Artenvielfalt besitzen und wie sich menschliche Eingriffe auf natürliche Ökosysteme auswirken können.
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel