Nach der preisnominierten ersten Staffel beschäftigt sich Lisa Hrdina mit den Folgen von Krieg, DDR und Wiedervereinigung in einem kleinen Dorf.
Welche Spuren hinterlassen historische Umbrüche in Familien, selbst wenn über die Vergangenheit kaum gesprochen wird? Dieser Frage widmet sich die zweite Staffel des rbb-Dokumentationspodcasts
«Der Bruch», die am Freitag, den 6. November 2026, veröffentlicht wird. Unter dem Titel „Unser Dorf zwischen Ost und jetzt“ reist Schauspielerin und Moderatorin Lisa Hrdina nach Dahnsdorf, einem kleinen Dorf im brandenburgischen Fläming. Dort untersucht sie gemeinsam mit den Bewohnern, wie Krieg, DDR-Zeit und Wiedervereinigung das Leben mehrerer Generationen geprägt haben. Alle vier Folgen erscheinen gleichzeitig bei ARD Sounds und auf weiteren Podcast-Plattformen.
Im Mittelpunkt steht Marie, die 1988 geboren wurde und nach mehreren Jahren in Westdeutschland in ihre Heimat zurückkehrt. Sie kauft einen alten Kuhstall, den sie zu einem Kulturort umgestalten möchte. Während sie sich mit der Geschichte des Dorfes beschäftigt, erfährt sie bislang unbekannte Dinge über ihre Nachbarn und die eigene Familie. Gemeinsam mit Lisa Hrdina beginnt sie, Fragen zu stellen und Gespräche zu führen, die zuvor häufig vermieden wurden. Dabei kommen Erinnerungen an Krieg und Flucht, politische Anpassung, persönliche Verluste, Arbeitslosigkeit und den schwierigen Neuanfang nach der Wiedervereinigung zur Sprache.
Die vierteilige Produktion beschäftigt sich insbesondere mit der Weitergabe von Erfahrungen zwischen den Generationen. Dabei geht es nicht nur um persönliche Erinnerungen, sondern auch um das Schweigen innerhalb vieler Familien. Eltern und Großeltern haben gesellschaftliche Veränderungen erlebt, deren Auswirkungen ihre Kinder und Enkel noch heute beeinflussen können. Lisa Hrdina möchte herausfinden, welche Rolle diese Erfahrungen für das Selbstverständnis jüngerer Generationen spielen und ob offene Gespräche helfen können, familiäre Konflikte und historische Brüche besser zu verstehen.
Bereits die erste Staffel beschäftigte sich mit ostdeutschen Lebensgeschichten und gesellschaftlichen Veränderungen. Die Produktion wurde 2026 sowohl für den Deutschen Podcast Award als auch für den CIVIS Medienpreis nominiert. Während damals insbesondere die Perspektiven von Frauen im Mittelpunkt standen, erweitert die zweite Staffel den Blick auf drei Generationen und deren unterschiedliche Erfahrungen mit der deutschen Geschichte.
Lisa Hrdina wurde 1989 geboren und studierte von 2010 bis 2014 Schauspiel an der Universität der Künste in Berlin. Bereits während ihrer Ausbildung stand sie unter anderem am Maxim Gorki Theater und am Deutschen Theater auf der Bühne. Seit 2014 gehört sie zum festen Ensemble des Deutschen Theaters. Darüber hinaus arbeitet sie als Schauspielerin und Sprecherin für Fernseh-, Hörbuch- und Hörspielproduktionen.
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