Die Neuverfilmung des Bestsellers mit Filippa Coster-Waldau und Elyas M’Barek ist ab Dezember auch in der ARD Mediathek verfügbar.
Nach der Veröffentlichung bei MagentaTV schafft es die sechsteilige Serienadaption von
«Smillas Gespür für Schnee» nun auch ins frei empfangbare Fernsehen. Das Erste zeigt die Neuinterpretation des Romans von Peter Høeg am Samstag, den 12. Dezember 2026, ab 23.40 Uhr. Bereits einen Tag zuvor, am 11. Dezember, stehen alle sechs jeweils 45-minütigen Episoden in der ARD Mediathek bereit. Dort bleibt die von ARD Degeto Film präsentierte Produktion drei Monate verfügbar. Die Hauptrollen übernehmen Filippa Coster-Waldau, Elyas M’Barek und Henry Lloyd-Hughes.
Die Geschichte spielt im Kopenhagen des Jahres 2040. Energieknappheit, gesellschaftliche Unruhen und umfassende Überwachung prägen eine zunehmend autoritäre Welt. Die Mathematikerin Smilla Jaspersen (Filippa Coster-Waldau) lebt zurückgezogen in einer anonymen Wohnanlage. Eine enge Verbindung hat sie lediglich zu dem jungen Isaiah (Silver Wolfe), der wie sie grönländische Wurzeln besitzt. Als der Junge vom Dach des Wohnhauses stürzt, geht Chefermittler Ravn (Alexandre Willaume) von einem Unfall aus. Smilla hingegen erkennt anhand der Spuren im Schnee Hinweise, die dieser Erklärung widersprechen. Ihre Nachforschungen führen sie zu einem mächtigen Energiekonzern und einem geheimnisvollen Ort im grönländischen Eis, den Unternehmer Tork (Henry Lloyd-Hughes) für seine eigenen Zwecke nutzen möchte. Unterstützung erhält sie unter anderem von ihrem schwer einzuschätzenden Nachbarn Rahid, gespielt von Elyas M’Barek.
Für die Neuverfilmung wurde die ursprünglich in den 1990er-Jahren angesiedelte Geschichte in eine dystopische Zukunft verlegt. Regisseurin Amma Asante verbindet den Kriminalfall mit Fragen nach Ressourcenknappheit, gesellschaftlicher Kontrolle und der politischen Bedeutung Grönlands. Hauptdarstellerin Filippa Coster-Waldau erklärte bereits im Januar 2026 im
Interview mit Quotenmeter, dass sie sich bewusst nicht an der Darstellung von Julia Ormond aus der Kinoverfilmung von Bille August orientieren wollte. Besonders wichtig sei ihr die emotionale Isolation ihrer Figur gewesen. „Ich glaube, am meisten berührt hat mich, wie sehr Smilla sich von allem und jedem isoliert hat. Wie ihre Trauer und ihre Vergangenheit sie daran hindern, im Jetzt zu leben“, sagte die Schauspielerin damals. Auch die politischen Aspekte der Geschichte beschäftigten Coster-Waldau. Im Gespräch verwies sie auf die Parallelen zwischen der fiktiven Zukunft und aktuellen Entwicklungen. Besonders beunruhigend seien für sie die Gefährdung demokratischer Werte und die zunehmenden Konflikte um natürliche Ressourcen.
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