Der Film von Shosh Shlam begleitet einen 14-Jährigen, der getrennt von seiner Mutter aufwächst und von einer Zukunft als Sänger träumt.
arte zeigt am Dienstag, 1. Dezember 2026, um 23.20 Uhr die Dokumentation
«Chinas einsame Kinder» als Erstausstrahlung. Der 53-minütige Film von Regisseurin Shosh Shlam entstand 2025 als deutsch-israelische Produktion. Online ist er vom 1. Dezember bis zum 28. Februar 2027 verfügbar. Die Dokumentation beschäftigt sich mit Kindern, die in ihren Heimatdörfern zurückbleiben, während ihre Eltern in weit entfernten Städten Arbeit suchen. Nach den Angaben zur Sendung betrifft dies in China rund 67 Millionen Kinder. Oft fehlen den Familien die finanziellen Mittel, um gemeinsam am neuen Arbeitsort zu leben.
Im Mittelpunkt steht der 14-jährige Qui Che aus dem Bergdorf Xiuan in der Provinz Yunnan. Seine Mutter ist nach Hangzhou gezogen, während er bei seinen Großeltern väterlicherseits lebt. Weil die nächste Schule drei Stunden Fußmarsch entfernt liegt, verbringt er die Woche im Internat. Nur einmal wöchentlich kehrt er zu seinen Großeltern zurück.
Qui Ches Alltag ist von Entbehrungen geprägt. Bereits früh musste er bei der Feldarbeit helfen, zudem wächst er als einziges Kind im Haushalt auf. Eine besondere Bedeutung hat für ihn die Musik: Er singt gern und möchte später Sänger werden. Ein Stipendium ermöglicht ihm, während der Sommerferien eine Musikschule im Autonomen Kreis Ninglang zu besuchen und Gitarrenunterricht zu nehmen. Seine Tagebuchtexte begleiten den Film und geben Einblicke in seine Gedanken, Wünsche und Erfahrungen. Shlam verbindet damit den Blick auf die Folgen der räumlichen Trennung von Familien mit dem persönlichen Porträt eines Jungen, der trotz Einsamkeit eigene Zukunftspläne entwickelt.
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