«37°» begleitet ausländische Pflege-Azubis beim Start in Deutschland

⁠Espérance, Minh und Aswin haben ihre Heimat für eine Pflegeausbildung verlassen. Neben dem Beruf müssen sie Sprache und Alltag in Deutschland meistern.

Wie schwierig ist der Start in der Pflege, wenn gleichzeitig ein völlig neues Leben in einem fremden Land beginnt? Die «37°»-Dokumentation „Pflege lernen fern der Heimat“ begleitet drei junge Menschen, die für ihre Ausbildung nach Deutschland gekommen sind. Das ZDF zeigt den Film von Pia Busch-Kollonitsch am Dienstag, 17. November 2026, um 22.15 Uhr. Im Streaming ist die Dokumentation bereits seit dem 27. Oktober verfügbar.
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Die 25-jährige Espérance stammt aus Benin und absolviert ihre Ausbildung gemeinsam mit 21 Mitschülerinnen und Mitschülern an einer Pflegefachschule. Viele von ihnen kamen mit geringen Deutschkenntnissen nach Deutschland. Im Unterricht greift Espérance deshalb bei schwierigen Fachbegriffen auf Übersetzungsprogramme zurück. Im Umgang mit den Menschen vertraut sie dagegen vor allem auf ihre Empathie. „Ich mache einfach mit, lache mit den Menschen, singe mit ihnen. Im Unterricht lerne ich dann, warum das wirkt und was ich damit bewirken kann“, beschreibt Espérance ihren Ansatz. Rassistische Erfahrungen hat sie bislang kaum gemacht, dennoch verlangt ihr die Ausbildung viel ab. Auch die Schulleitung geht davon aus, dass nicht alle Auszubildenden den eingeschlagenen Weg bis zum Ende gehen werden.
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Minh ist aus Vietnam nach Deutschland gekommen. Die Pflegefachschule organisierte für ihn ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft, das er mit Aswin aus dem indischen Bundesstaat Kerala teilt. Beide absolvieren ihre Ausbildung bei der Diakonie Nordsachsen und beginnen ihren praktischen Einsatz in der ambulanten Pflege. Für Minh wird dabei besonders die Sprache zur Herausforderung. Ältere Menschen zu verstehen, fällt ihm mitunter schwer – insbesondere dann, wenn sie Dialekt sprechen. Gleichzeitig erlebt er die Geduld vieler Patienten als eine der ersten positiven Erfahrungen nach seiner Ankunft. Langfristig möchte Minh in Deutschland bleiben, eine Familie gründen und sich ein neues Leben aufbauen.
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Der 20-jährige Aswin kam durch eine Cousine auf die Idee, selbst Pflegefachkraft zu werden. Sie arbeitet bereits in Deutschland in diesem Beruf. Aswin beschreibt sich als kommunikativ und kontaktfreudig, musste jedoch feststellen, dass der praktische Einstieg schwieriger war als erwartet. Besonders der unmittelbare Umgang mit kranken und pflegebedürftigen Menschen war für ihn.
18.10.2026 12:36 Uhr Kurz-URL: qmde.de/176586
Fabian Riedner

super
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