Der Dokumentarfilm über eine der letzten fahrenden Zirkusfamilien Deutschlands feiert Anfang November seine Premiere bei KiKA und auf den digitalen Plattformen.
Ein preisgekrönter Kinderfilm findet Anfang November seinen Weg zu KiKA: Am Freitag, 6. November, zeigt der Sender um 19.30 Uhr den Dokumentarfilm
«Zirkuskind». Parallel wird die Produktion auf kika.de und in der KiKA-App angeboten. Der Film von Anna Koch und Julia Lemke entstand im Rahmen der Initiative „Der besondere Kinderfilm“. Noch vor seiner KiKA-Premiere konnte der Dokumentarfilm einen bedeutenden Preis gewinnen: Am 30. Mai 2026 wurde «Zirkuskind» beim Deutschen Filmpreis mit der Lola als Bester Kinderfilm ausgezeichnet.
Im Mittelpunkt steht Santino, der gemeinsam mit seiner Familie von Ort zu Ort zieht. Sein Alltag spielt sich zwischen Wohnwagen, Tieren und Zirkusmanege ab. Das dokumentarische Roadmovie begleitet ihn in dieser für viele andere Kinder unbekannten Lebenswelt und gibt Einblicke in den Alltag einer der letzten fahrenden Zirkusfamilien Deutschlands. Reale Beobachtungen werden dabei mit animierten Sequenzen verbunden. Eine besondere Rolle spielt Santinos Urgroßvater, der zu den letzten großen Zirkusdirektoren Deutschlands gehört. Er erzählt dem Jungen Geschichten über die Vergangenheit der Familie, Schlangenmenschen, waghalsige Kunststücke und Elefantenbullen. Auf diese Weise zeichnet «Zirkuskind» nicht nur das Porträt des jungen Protagonisten, sondern beschäftigt sich auch mit der Geschichte und den Traditionen seiner Familie.
Thematisch stehen das Aufwachsen in einer Großfamilie, das Zusammenleben mit Tieren sowie die ständige Bewegung zwischen unterschiedlichen Orten im Vordergrund. Gleichzeitig beschäftigt sich der Film mit den Freiheiten und Schwierigkeiten dieses Lebens und der Bedeutung von Zugehörigkeit und Gemeinschaft für Kinder und Jugendliche.
«Zirkuskind» wurde von Flare Film in Koproduktion mit hr, MDR und SWR hergestellt. Gefördert wurde das Projekt im Rahmen der Initiative «Der besondere Kinderfilm» unter anderem mit Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Stiftung Kuratorium junger deutscher Film, des Deutschen Filmförderfonds sowie von Hessen Film & Medien.
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