Für König und Böwe beginnt der neue Fall mit einer namenlosen Toten. Die Ermittlungen führen tief in die Ausbeutung junger Frauen.
Anneke Kim Sarnau und Lina Beckmann ermitteln wieder gemeinsam in Rostock. Das Erste zeigt den neuen
«Polizeiruf 110» „Sie haben Namen“ am Sonntag um 20.15 Uhr. Im Mittelpunkt steht diesmal ein Fall, der Katrin König und Melly Böwe in das Milieu der Prostitution und zu einem mutmaßlichen System der Ausbeutung führt. Bereits ab dem 30. Oktober ist der Krimi in der ARD Mediathek verfügbar.
Ausgangspunkt der Ermittlungen ist der Fund einer Leiche vor den Toren Rostocks. Eine Anglerin entdeckt die tote junge Frau, bei der es sich vermutlich um eine minderjährige Prostituierte aus Osteuropa handelt. Sie wurde vor ihrem Tod gefoltert, ihre Identität ist zunächst unbekannt. Spuren führen zu einer Feriensiedlung, die dem ehemaligen Kampfsportler, Zuhälter und Unternehmer Heiko Mischke gehört. Diese Rolle übernimmt Sönke Möhring. Für König und Böwe geht es zunächst darum, der Toten überhaupt einen Namen zu geben. Bei ihren Nachforschungen stoßen sie auf Strukturen, in denen junge Frauen ausgebeutet werden. Eine wichtige Rolle spielt dabei Natasha, dargestellt von Anastasiia Mazhara. Im Verlauf der Ermittlungen müssen die Kommissarinnen erkennen, dass die junge Frau tiefer in den Fall um die Ermordete verwickelt ist, als es zunächst den Anschein hat.
Für Anneke Kim Sarnau und Lina Beckmann setzt sich damit eine inzwischen seit mehreren Jahren bestehende Konstellation fort. Beckmann hatte 2021 in „Sabine“ ihren ersten Auftritt als Melly Böwe. Nach dem Abschied von Alexander Bukow wurde sie 2022 mit „Seine Familie kann man sich nicht aussuchen“ zur festen Ermittlerin an der Seite von Katrin König. Zuletzt lösten beide 2025 die Fälle „Böse geboren“ und „Tu es!“.
Diese beiden Filme erzielten starke Reichweiten. „Böse geboren“ kam im Mai 2025 auf 7,26 Millionen Zuschauer und 28,2 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,89 Millionen sowie 18,2 Prozent gemessen. „Tu es!“ erreichte im Oktober desselben Jahres 6,70 Millionen Menschen und 25,7 Prozent. Bei den Jüngeren standen 0,72 Millionen Zuschauer und 13,5 Prozent zu Buche. Auch „Diebe“ hatte im Februar 2024 mit 7,38 Millionen Zuschauern und 24,8 Prozent überzeugt.
Das Drehbuch zu „Sie haben Namen“ stammt von Florian Oeller, der mit dem Rostocker «Polizeiruf 110» bestens vertraut ist. Von ihm stammten unter anderem bereits die Bücher zu „Der Tag wird kommen“, „Sabine“, „Seine Familie kann man sich nicht aussuchen“ und zuletzt „Tu es!“. Diesmal führte Franziska Schlotterer Regie. Neben Sarnau und Beckmann gehören Andreas Guenther, Josef Heynert und Uwe Preuss erneut zum Ensemble. Die Musik komponierten Johannes Lehniger und Sebastian Damerius, Hanno Lentz verantwortete die Kamera.
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