«37°Leben» porträtiert zwei Frauen, die trotz Arbeit kaum über die Runden kommen

Luisa und Yuna arbeiten und müssen dennoch jeden Monat genau rechnen. Das ZDF widmet ihnen den Auftakt des Zweiteilers «Knapp bei Kasse».

Das ZDF beschäftigt sich Anfang Oktober mit Menschen, die trotz eines Jobs mit finanziellen Schwierigkeiten leben. Am Sonntag, 4. Oktober 2026, läuft um 9.03 Uhr die neue «37°Leben»-Ausgabe „Knapp bei Kasse: Arm trotz Arbeit“. Bereits ab Donnerstag, 1. Oktober, steht die Dokumentation im Streamingangebot des Senders bereit. Es handelt sich um den ersten Teil eines Zweiteilers unter dem Titel „Knapp bei Kasse“.

Im Mittelpunkt stehen die 31-jährige Luisa aus Leipzig und die 23-jährige Yuna aus Frankfurt am Main. Beide gehen einer Arbeit nach, dennoch reicht das Einkommen kaum für die laufenden Kosten. Luisa ist alleinerziehende Mutter von zwei Söhnen und arbeitet als Lieferfahrerin. Ihre Familie ist zusätzlich auf staatliche Unterstützung angewiesen.

Der Alltag der Leipzigerin ist eng getaktet. Ihre beiden Kinder benötigen besondere Unterstützung, sodass neben Schule und Kita auch Therapien sowie Termine mit Jugendamt und Familienhilfe organisiert werden müssen. Dazwischen arbeitet Luisa auf dem Fahrrad und versucht, genügend Geld für den Lebensunterhalt ihrer Familie zu verdienen. Monat für Monat muss sie genau kalkulieren, damit das vorhandene Geld bis zum Ende reicht.

Yuna arbeitet derweil als Pflegekraft auf der Kinderstation der Uniklinik Frankfurt am Main. Trotz des Drei-Schicht-Systems übernimmt sie zusätzlich einen Nebenjob in einem Escape Room. Gleichzeitig engagiert sich die 23-Jährige gewerkschaftlich und setzt sich für bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege ein.

Auch bei Yuna bleibt finanziell kaum Spielraum. Das Leben in Frankfurt ist teuer, außerdem muss sie Schulden zurückzahlen. Unternehmungen mit Freunden kann sie sich häufig nicht leisten, weshalb andere für sie bezahlen. «Arm trotz Arbeit» stellt damit zwei sehr unterschiedliche Lebenssituationen gegenüber, die dennoch dieselbe Erfahrung verbindet: Ein Arbeitsplatz und hoher persönlicher Einsatz reichen nicht zwangsläufig aus, um vor finanziellen und existenziellen Sorgen geschützt zu sein.
19.09.2026 13:29 Uhr Kurz-URL: qmde.de/175682
Fabian Riedner

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37°Leben Arm trotz Arbeit

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