Während die Bundestagsdebatte im Ersten unter dem Senderschnitt bleibt, offenbart «Most Wanted» nachts die Tücken kleiner Zielgruppen-Reichweiten.
«Bundestag live»
Das Erste übertrug am Mittwochvormittag drei Stunden lang die Generaldebatte aus dem Deutschen Bundestag. Die Live-Übertragung hielt sich mit 0,45 Millionen Fernsehzuschauern allerdings in Grenzen, nicht einmal der Senderschnitt wurde übertroffen. Das Ergebnis lag bei 10,4 Prozent Marktanteil. Bei den jungen Menschen wurden sogar nur 0,05 Millionen verbucht, sodass enttäuschende 8,4 Prozent Marktanteil heraussprangen.
«Most Wanted»
ProSieben wiederholte in der Nacht zum Mittwoch die Reality-Show. Die Einschaltquoten bei den Zuschauern ab drei Jahren fielen mit 0,06 Millionen und 3,9 Prozent außergewöhnlich hoch aus, allerdings lief die Sendung auch zwischen 04.15 und 05.15 Uhr. Bei den Umworbenen lag die Reichweite bei weniger als 5.000 Menschen, dennoch wurden 1,5 Prozent Marktanteil ausgewiesen. Die AGF Videoforschung sollte ihr Panel dringend vergrößern, denn bei solchen Reichweiten entscheidet vermutlich schon ein einzelner Panelteilnehmer über einen erheblichen Teil des Marktanteils. Übrigens: Bis 08.05 Uhr erreichte ProSieben keinen einzigen messbaren werberelevanten Zuschauer.
«Gilmore Girls»
Derzeit präsentiert sich die frühere Warner-Bros.-Television-Serie wieder besonders erfolgreich. Sixx wiederholt die Geschichten zwischen 11.05 und 14.45 Uhr. Am Donnerstag wurden bis zu 0,05 Millionen Fernsehzuschauer gezählt. Bei den Umworbenen war ein kleines, aber feines Publikum dabei: Gleich dreimal wurden 0,04 Millionen Zuschauer ermittelt, womit 6,5, 6,3 und 5,5 Prozent Marktanteil erzielt wurden. Die erste Folge erreichte lediglich 0,02 Millionen junge Zuschauer und 4,5 Prozent – dennoch sind das für Sixx starke Werte.
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