«ARD History» blickt auf mehr als 30 Jahre Stuttgart 21

Kurz vor Mitternacht widmet sich Das Erste einem der umstrittensten deutschen Großprojekte.

Am Montag, dem 28. September, nimmt Das Erste um 23:50 Uhr die Dokumentation «Stuttgart 21 – Die Jahrhundertbaustelle» ins Programm. Der Film von Helmar Büchel und Michael Fräntzel läuft unter dem Label «ARD History» und beschäftigt sich mit dem neuen unterirdischen Stuttgarter Hauptbahnhof. Dabei stehen sowohl die enormen Kosten und zahlreichen Verzögerungen als auch die politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzungen um das Projekt im Mittelpunkt.

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt Stuttgart 21 die Deutsche Bahn, die Politik und die Öffentlichkeit. Während Befürworter in dem neuen Bahnhof ein Beispiel moderner Ingenieurskunst und eine Chance für die Entwicklung der baden-württembergischen Landeshauptstadt sehen, kritisieren Gegner das Projekt als wirtschaftlich unsinnig und bemängeln Fehler, die bereits während der Planung gemacht worden seien. Hinzu kamen im Verlauf der Bauarbeiten Probleme beim Tunnelbau, beim Brandschutz, bei den Fluchtwegen und bei der Digitalisierung. Die Fertigstellung musste immer wieder verschoben werden.

Die Dokumentation will deshalb auch der grundsätzlichen Frage nachgehen, warum die Deutsche Bahn das Mammutprojekt überhaupt begonnen hat und weshalb sich dessen Umsetzung derart schwierig gestaltet. Büchel und Fräntzel blicken dafür auf die entscheidenden Stationen der vergangenen drei Jahrzehnte zurück. Dazu zählt auch der sogenannte „Schwarze Donnerstag“ vom 30. September 2010, als die Polizei bei Protesten gegen Stuttgart 21 Wasserwerfer einsetzte.
13.09.2026 09:25 Uhr Kurz-URL: qmde.de/175441
Fabian Riedner

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Stuttgart 21 – Die Jahrhundertbaustelle ARD History

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