Nach einem gemischten Start mit blassen TV-Quoten und mittleren On-Demand-Kontakten, ließ sich gen Finale doch eine erhöhte Sogwirkung ausmachen.
Mit
«Die Verräter – Vertraue niemandem!» setzte RTL im August auf eine ungewöhnlich kompakte Eventprogrammierung. Die Strategie-Spielshow wurde innerhalb von nur zwei Wochen an insgesamt acht Abenden um 20.15 Uhr ausgestrahlt – von Montag bis Donnerstag, jeweils gleich an vier aufeinanderfolgenden Abenden.
Die erste Folge am 17. August startete mit 1,30 Millionen Zuschauern und einem Gesamtmarktanteil von 6,1 Prozent allerdings ziemlich enttäuschend. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden 0,27 Millionen und noch ernüchternde 7,6 Prozent gemessen. Die zweite Ausgabe am folgenden Abend hielt das Niveau mit 1,31 Millionen und 6,4 Prozent nahezu stabil. Bei den Jüngeren ging es allerdings sogar noch weiter auf schlechte 6,8 Prozent zurück.

Am Mittwoch folgte mit 1,23 Millionen Zuschauern und 6,1 Prozent der schwächste Gesamtwert der ersten Eventwoche. Gleichzeitig zeigte sich bei den Jüngeren zumindest mal wieder eine kleine Gegenbewegung: Die 7,9 Prozent lagen wieder über dem Ergebnis des Vortages, aber eben nicht auf einem befriedigenden Niveau.
Wieder erhöht lief die vierte Folge am Donnerstag. Sie steigerte sich allerdings nur zaghaft auf 1,30 Millionen Zuschauer und 6,7 Prozent insgesamt. In der jüngeren Altersklasse wurden 0,24 Millionen und optimierte 8,3 Prozent erzielt – hier ging die Marktanteils-Tendenz schon klarer in die richtige Richtung, wenngleich sich Reichweiten bei den Jüngeren anhaltend in Grenzen hielten.

Nach dem Wochenende setzte sich die positive Entwicklung fort – vor allem bei den 14-49-Jährigen. Folge 5 am 24. August erreichte 1,35 Millionen Zuschauer und 6,4 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurde mit 0,31 Millionen und 8,6 Prozent bereits ein besserer Wert erzielt, der trotzdem noch klar einstellig verblieb. Am Dienstag kletterte die Gesamtreichweite dann auf 1,47 Millionen, während der Marktanteil auf immerhin 7,4 Prozent stieg. Auch bei den Jüngeren ging es weiter bergauf: 9,3 Prozent bedeuteten den bis dahin besten Wert der Staffel.
Der Höhepunkt folgte am Mittwoch. Folge 7 kam auf 1,46 Millionen Zuschauer und einen Gesamtmarktanteil von 7,5 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen übersprang «Die Verräter» erstmals die Zehn-Prozent-Marke: 0,34 Millionen entsprachen erstmals zufriedenstellenden 11,4 Prozent. Zum Abschluss am 27. August blieb das Format ebenfalls auf einem verbesserten Niveau. 1,38 Millionen Zuschauer und 7,0 Prozent wurden insgesamt gemessen, bei den Jüngeren waren es 0,32 Millionen und nochmal ordentlich zweistellige 10,9 Prozent.
Über die gesamte zweiwöchige Eventprogrammierung hinweg erzielte «Die Verräter» durchschnittlich 1,35 Millionen Zuschauer und 6,7 Prozent beim Gesamtpublikum – das war einen verhalten ernüchternden Wert, dem man einzig noch halbwegs zu Gute halten kann, dass er noch über der Millionen-Schwelle lag.

Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden im Schnitt 0,28 Millionen sowie 8,9 Prozent erreicht – das war ebenfalls ein blass verhaltener Wert. Positiv zu bewerten ist jedoch, dass die Resonanzen vor allem zum Finale deutlich anzogen und sich in die zufriedenstellende Zweistelligkeit steigerten.
Am Ende muss noch die On-Demand-Performance Erwähnung finden, die sicher eine gewisse Kompensationsleistung erbringen konnte. Sah es auch dort anfangs mit um die 0,50 Millionen noch nicht richtig hitverdächtig aus, zogen die Zügel über die Zeit merklich an und pushten die Kontakte über 0,90 Millionen bis auf 1,00 Millionen. Das bedeutete einen neuen Rekord für «Die Verräter» bei den Programm-Marken, der durchaus eine erhöhte Sogwirkung erkennen ließ.
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