„Key Frames 2026“ präsentiert kurze Animationsproduktionen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Konflikten beschäftigen.
Der Mitteldeutsche Rundfunk und die Mitteldeutsche Medienförderung haben die Ergebnisse ihres Förderprogramms „Key Frames 2026“ veröffentlicht. Insgesamt entstanden sieben kurze Animationsfilme aus Mitteldeutschland, die ab sofort in der ARD Mediathek abrufbar sind. Ihre lineare Fernsehpremiere folgt am 30. Oktober im Rahmen der MDR-Kurzfilmnacht.
Zu den Projekten gehört die dreiteilige Mini-Serie
«Das letzte Wort» mit „
Tischvorlage I: Von Zwangsgebühr und Staatsfunk“, „
Tischvorlage II: Von Tannen und Palmen“ und „
Tischvorlage III: Vom Menschen und seiner Heimat“ von Balance Film aus Dresden. Regisseur Ralf Kukula lässt darin erzgebirgische Holzfiguren am Stammtisch über gesellschaftliche Streitthemen diskutieren. Die drei Teile widmen sich dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Rundfunkbeitrag, dem Klimawandel sowie Migration und Heimat. Unter anderem leihen Tom Pauls und Anna Mateur den Figuren ihre Stimmen.
Mit
«Made in Triptis» erzählen Letty Felgendreher und Michael Knoll von einem aus Thüringen ausgewanderten Schiffbrüchigen, der auf einer tropischen Insel von seiner Vergangenheit eingeholt wird, als eine Tasse mit Triptiser Zwiebelmuster angespült wird. Der Film entstand bei Traumhaus Studios in Erfurt, Ilka Teichmüller ist als Sprecherin beteiligt.
«Geschwister: Ein letzter Wunsch» von Sandra Strauß und Schwarwel blickt dagegen ins Deutschland des Jahres 2066. Eine schwerkranke Mutter möchte ihre beiden entfremdeten Kinder noch einmal zusammenbringen, obwohl diese politisch und gesellschaftlich völlig unterschiedliche Wege eingeschlagen haben.
Theresa Strozyks
«Meier-Schmidt passt sich an», produziert von DenverMP aus Halle, beschäftigt sich auf humorvolle Weise mit einem Mann, der an seiner Routine hängt, während sich die Welt um ihn herum immer schneller verändert.
«Sprechzeit» von Alina Cyranek und Falk Schuster lässt wiederum Menschen aus Ost und West über Erfahrungen mit Ausgrenzung und Entfremdung berichten. Produziert wurde der Film von hug films aus Halle.
MDR-Programmdirektor Boris Lochthofen: „Mit ‚Key Frames‘ konnten wir Kreativen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die Möglichkeit geben, relevante Themen aus ihrer Perspektive zu erzählen. Entstanden ist ein außergewöhnlich vielfältiges Spektrum an Filmen mit eigenständigen künstlerischen Handschriften. Die Ergebnisse zeigen, welches kreative Potenzial in der mitteldeutschen Animationsszene steckt und wie wirkungsvoll Animation gesellschaftliche Themen verhandeln kann.“
MDM-Geschäftsführer André Naumann: „Mit ‚Key Frames‘ wollten wir dem animierten Kurzfilm als eigenständige Kunstform eine neue Plattform bieten und zeigen, was für eindrucksvolle und relevante Geschichten aus unserer Region kommen. Die Vielfalt und künstlerische Qualität der entstandenen Filme haben uns sehr beeindruckt. Umso mehr freuen wir uns, dass das für die ansässigen Produzenten und Kreativen wichtige Programm im kommenden Jahr fortgesetzt wird und damit auch weiterhin Raum für besondere Stoffe und künstlerische Handschriften schafft. Den Filmen wünschen wir nun eine gute Reise zu den Festivals und in die Auswertung – linear wie in den Mediatheken – und hoffen, dass sie ein möglichst großes Publikum erreichen.“
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