«Elodie»: Karoline Schuch stößt auf ein lange gehütetes Familiengeheimnis

Ein verdrängtes Kapitel ihrer Kindheit bringt Elodie dazu, die Vergangenheit ihrer Familie zu hinterfragen und führt sie zu einer früheren Kinderfrau.

Mit einem Familiendrama über verdrängte Erinnerungen und die Folgen des Schweigens setzt Das Erste sein fiktionales Programm fort. In «Elodie» übernimmt Karoline Schuch die Titelrolle einer Frau, deren ohnehin erschüttertes Leben durch eine überraschende Entdeckung zusätzlich aus den Fugen gerät. Der Fernsehfilm ist am 7. Oktober um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen und steht anschließend in der ARD Mediathek zur Verfügung.

Elodie lebt als Übersetzerin in Brüssel. Ihre Ehe steckt in einer schweren Krise: Ihr Mann Mehdi (Jean Alois Belbachir) möchte sich von ihr trennen, weil er sich in der Beziehung zunehmend einsam fühlt. Gleichzeitig wird Elodie immer wieder von rätselhaften Albträumen verfolgt. Eigentlich möchte sie den 65. Geburtstag ihrer Mutter Barbara (Sibylle Canonica) nutzen, um ihrer Familie vom Scheitern ihrer Ehe zu erzählen. Dafür reist sie zu ihren Eltern in die Lüneburger Heide.

Dort nimmt der Besuch jedoch eine völlig andere Richtung. Elodie erfährt zufällig, dass es in ihrer frühesten Kindheit eine Episode gab, von der ihr bislang niemand erzählt hat. Nachdem ihre Mutter nach der Geburt an einer Depression erkrankt war, wurde Elodie zeitweise zu einer Kinderfrau gegeben. Auch ihr Bruder Ben (Jan Krauter) wusste nichts davon. Aus der zunächst überraschenden Information entwickelt sich für Elodie das Bedürfnis, herauszufinden, warum ihre Familie so lange darüber geschwiegen hat.

Unterstützung erhält sie von ihrer Kindheitsfreundin Pia (Minna Wündrich), die als kleines Kind bei derselben Kinderfrau untergebracht war. Gemeinsam nähern sie sich der Vergangenheit. Schließlich sucht Elodie die inzwischen ältere Frau Wontroba auf, die von Eva Mattes gespielt wird. Die Begegnung könnte Antworten auf Fragen liefern, die Elodie bislang nicht einmal stellen konnte.

Neben Karoline Schuch und Eva Mattes gehören Sibylle Canonica als Mutter Barbara, Michael Wittenborn als Vater Jochen und Jan Krauter als Bruder Ben zum Ensemble. Regie führte Nicole Weegmann nach einem Drehbuch von Esther Bernstorff. Weegmann und Bernstorff haben bereits mehrfach zusammengearbeitet und wurden für ihre Arbeiten unter anderem mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Produziert wurde «Elodie» von der 2Pilots Filmproduction GmbH unter der Leitung von Jörg Siepmann und Harry Flöter. Genta Zhuta war als Producerin beteiligt, Falko Lachmund verantwortete die Kamera. Die Musik stammt von Gregor Keienburg und Lennart Saathoff. Gedreht wurde unter anderem in der Lüneburger Heide, die NDR-Redaktion verantwortet Sabine Holtgreve.
26.08.2026 06:53 Uhr Kurz-URL: qmde.de/174883
Fabian Riedner

super
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Elodie

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