Drei Menschen, drei berufliche Neuanfänge: Ein «Umschau-Extra» erzählt von Veränderungen im Handwerk, in der Pflege und im Energiesektor.
Was bedeutet gesellschaftlicher Wandel für diejenigen, die ihn ganz unmittelbar erleben? Dieser Frage widmet sich der MDR am Dienstag, 18. August, um 20.15 Uhr mit der 45-minütigen Dokumentation
«Umschau» „Alles auf Zukunft – Sachsen-Anhalt im Umbruch“. Der Film begleitet drei Menschen, die vermeintlich sichere oder vorgezeichnete Lebenswege verlassen haben. Bereits vor der Fernsehausstrahlung steht die Produktion in der ARD Mediathek bereit. Verantwortlich für den Film zeichnen Marie Brand, Marius Dahmen, Anne Golle, Max Koterba und Philipp Lakomy. Die Redaktion liegt bei Dirk Heinemann.
Eine von ihnen ist Johanna Wex. Die 26-jährige gebürtige Hamburgerin lebt in Halle und entschied sich nach ihrem Geografie-Studium gegen eine akademische Laufbahn in diesem Bereich. Stattdessen begann sie eine Ausbildung zur Zimmerin. Die Dokumentation zeigt ihren Einstieg in einen noch immer stark von Männern geprägten Beruf und thematisiert auch die Skepsis und Vorbehalte, denen Wex auf ihrem Weg begegnete.
Mikela Toçka erlebt eine ganz andere Form des Neuanfangs. Die 34-Jährige kam vor zweieinhalb Jahren aus Albanien nach Sachsen-Anhalt und arbeitet inzwischen als Pflegekraft am Städtischen Klinikum Dessau. Obwohl sie in ihrer Heimat bereits eine Notaufnahme als Pflegedienstleiterin führte, muss sie sich aufgrund der fehlenden Anerkennung ihrer Abschlüsse in Deutschland beruflich neu beweisen. Hinzu kommen bürokratische Hürden. Toçka verließ Albanien, um ihren Kindern mehr Sicherheit und bessere Bildungschancen zu ermöglichen.
Der dritte Protagonist steht unmittelbar für den Strukturwandel in Sachsen-Anhalt. Philipp Schmidt absolvierte zunächst eine Ausbildung im traditionellen Tagebau und gab später seinen sicheren Arbeitsplatz auf. Heute arbeitet der 33-Jährige als Techniker in der Windkraft. In seinem Heimatort Farnstädt im Saalekreis, wo 22 Windräder immer wieder für Diskussionen sorgen, treffen damit auch in seinem persönlichen Umfeld alte und neue Energiewelt aufeinander.
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