Die juristische Hängepartie um die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery zieht sich weiter hin.
Die geplante Fusion von Paramount und Warner Bros. Discovery wird voraussichtlich erst im Frühjahr 2027 gerichtlich geprüft. Richterin Araceli Martinez-Olguin hat den Beginn des Kartellverfahrens auf den 2. März 2027 festgelegt. Der Prozess soll insgesamt zwölf Verhandlungstage umfassen und bis zum 19. März 2027 dauern.
Damit folgt das Gericht weder dem Wunsch von Paramount noch dem der Kläger. Das Unternehmen hatte auf einen Prozessbeginn bereits im November 2026 gedrängt, während die aus zwölf US-Bundesstaaten bestehende Klägergruppe gemeinsam mit der Writers Guild of America einen Termin im April 2027 favorisierte.
Für Paramount hat die Verzögerung erhebliche finanzielle Folgen. Nach den Vereinbarungen der Übernahme muss das Unternehmen den Aktionären von Warner Bros. Discovery ab dem 1. Oktober 2026 täglich sieben Millionen US-Dollar zahlen, solange der Zusammenschluss nicht abgeschlossen werden kann. Paramount argumentierte deshalb vor Gericht, eine weitere Verzögerung schade der Kreativbranche, ihren Beschäftigten sowie den Verbrauchern.
Die Generalstaatsanwälte von zwölf Bundesstaaten hatten Mitte Juli Klage gegen den rund 111 Milliarden US-Dollar schweren Zusammenschluss eingereicht. Sie befürchten, dass die Fusion den Wettbewerb insbesondere im Kabelfernseh- und Kinomarkt erheblich einschränken würde. Die Writers Guild of America reichte einen eigenen Antrag ein und warnt vor negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt für Drehbuchautorinnen und -autoren.
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