Das hatte man sich in Köln nach dem Sky-Deal sicherlich anders vorgestellt.
Mit dem bekannten Sky-Deal kommt zweifelsfrei nicht nur Sport in Richtung des Köln-Senders - am Beispiel von
«Diese Ochsenknechts» wollte man direkt prüfen, wie die Streaming-Angebote aus Bereich Reality des Pay-TV-Senders im linearen Angebot platziert werden können. Die erste Bilanz des Experiments fiel wenig vielversprechend auf. Die Premiere der fünften Staffel am 05. Juli, dem letzten Sonntag vor gestern, brachte lediglich 0,57 Millionen Zuschauer mit sich, davon waren nur 0,13 Millionen aus der Zielgruppe. Die Quoten lagen zum Start bei 3,3 und 5,2 Prozent. Und nein - wie auch gestern - gab es am ersten Sonntag der Show bei RTL keine Konkurrenz der «FIFA Fußball WM».
So also zum zweiten Ausstrahlungstermin von
«Diese Ochsenknechts» und damit zum gestrigen Sonntag. Kurz gesagt, lief es erneut schlecht. Mit 0,42 Millionen Zuschauern ab drei Jahren floppt der RTL-Vorabend, immerhin sprechen wir über den direkten Vorlauf der Primetime ab 19 Uhr, krachend. Die erreichte Quote von 2,9 Prozent ist sehenswert schwach und auch die Zielgruppe kann erneut nichts retten. Bei den 14- bis 49-Jährigen sorgen lediglich 0,10 Millionen Umworbene für eine abermals überschaubare Anteils-Leistung von 5,3 Prozent. Von der laut der RTL-Pressemitteilung angekündigten "erfolgreichsten deutschen Reality-Doku-Marke" kommt beim linearen Zuschauer offensichtlich nicht viel an. Oder reichen diese Zahlen?
Immerhin schädigte das Vorprogramm die Primetime quasi gar nicht. Free-TV-Premiere zeigte RTL den Streifen
«Furiosa: A Mad Max Saga» und das kam mit 1,00 Millionen Zuschauern im Schnitt deutlich besser an. Die Quote von 5,7 Prozent wird in Köln durchaus Anklang finden, auch die 0,26 Millionen Werberelevanten und die damit verbundenen 9,4 Prozent am entsprechenden Markt dürften gefallen. Fragt sich im Hinblick auf die kommenden Sonntage nur, was macht man jetzt mit «Diese Ochsenknechts» und dem 19 Uhr-Slot?
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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