Das Erste blickt auf Krisenszenarien und eine Tragödie in der Schweiz

Mit einer «ARD Story» über die Sicherheit des Stromnetzes und einer «Weltspiegel Doku» über die Brandkatastrophe von Crans-Montana setzt Das Erste am 21. Juli auf zwei gesellschaftlich relevante Dokumentationen.

Das Erste widmet sich am Dienstag, den 21. Juli, zwei Themen, die die Verwundbarkeit moderner Gesellschaften auf unterschiedliche Weise verdeutlichen. Um 22.50 Uhr steht zunächst die «ARD Story» „Blackout – Wie sicher ist Deutschlands Stromnetz“ auf dem Programm. Direkt im Anschluss folgt um 23.35 Uhr die «Weltspiegel Doku» „Crans-Montana – Leben nach dem Feuer“, die sich mit den Folgen einer verheerenden Brandkatastrophe in der Schweiz beschäftigt.

Die «ARD Story» von Marko Rösseler untersucht die Folgen eines großflächigen Stromausfalls und fragt, wie gut Deutschland auf ein solches Szenario vorbereitet wäre. Der Film begleitet Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Bundeswehr bei einer groß angelegten Übung, in der ein bundesweiter Blackout simuliert wird. Dabei zeigt sich, wie schnell zentrale Bereiche des öffentlichen Lebens betroffen wären. Kommunikation, Verkehr, Wasserversorgung und selbst die Landwirtschaft sind in hohem Maße von einer stabilen Stromversorgung abhängig. Vor dem Hintergrund zunehmender Cyber-Angriffe, hybrider Bedrohungen und internationaler Konflikte stellt die Dokumentation die Frage, wie widerstandsfähig die deutsche Infrastruktur tatsächlich ist.

Im Anschluss richtet die «Weltspiegel Doku» den Blick auf eine reale Katastrophe. Im Januar 2026 kamen bei einem Brand in der Bar „Le Constellation“ im schweizerischen Crans-Montana 41 Menschen ums Leben, weitere 115 wurden verletzt. Die Dokumentation von Stefanie Dodt und Jörn Michaely begleitet unter anderem die deutsch-französische Familie zweier Brüder, die in der Brandnacht vor Ort waren. Während der damals 16-jährige Valentin schwerste Verbrennungen erlitt und wochenlang im Koma lag, versuchte sein Bruder Ferdinand mehrfach, Menschen aus dem brennenden Gebäude zu retten.

Neben den persönlichen Schicksalen beschäftigt sich der Film auch mit den Ermittlungen zur Unglücksursache. Die Justiz untersucht mögliche Versäumnisse beim Brandschutz. Medienberichten zufolge sollen Kontrollen über Jahre hinweg ausgeblieben sein, zudem könnten versperrte Fluchtwege und der Einsatz leicht entflammbarer Materialien zur hohen Zahl der Opfer beigetragen haben. Die Dokumentation zeichnet nach, wie Überlebende und Angehörige mit den Folgen der Katastrophe umgehen und welche Fragen bis heute ungeklärt sind.
28.06.2026 11:05 Uhr Kurz-URL: qmde.de/173020
Fabian Riedner

super
schade


Artikel teilen


Tags

ARD Story Weltspiegel Doku

◄   zurück zur Startseite   ◄
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel

Qtalk-Forum » zur Desktop-Version

Impressum  |  Datenschutz und Nutzungshinweis  |  Cookie-Einstellungen  |  Newsletter