«ARD Story» warnt vor Waffen aus dem 3D-Drucker

Die neue Dokumentation zeigt, wie Baupläne für Schusswaffen weltweit im Internet verbreitet werden und Sicherheitsbehörden vor neue Herausforderungen stellen.

Das Erste widmet sich am Mittwoch, 22. Juli, um 22.50 Uhr einem Thema, das Ermittler und Sicherheitsexperten zunehmend beschäftigt. Die «ARD Story» „Waffen aus dem 3D-Drucker – Klicken, drucken, schießen“ von David Donschen und Anja Widell untersucht die rasante Verbreitung selbstgebauter Schusswaffen und die Rolle digitaler Netzwerke bei ihrer Verbreitung.

Im Mittelpunkt steht die sogenannte FGC-9, deren Name für «Fuck Gun Control» steht. Die Waffe gilt als Symbol einer internationalen Szene, die Schusswaffen mithilfe von 3D-Druckern und frei erhältlichen Materialien selbst herstellt. Bekannt wurde das Modell unter anderem durch Ermittlungen gegen die rechtsextreme Gruppierung Knockout 51 in Eisenach. Dort fanden Ermittler Bauteile einer solchen Waffe. Nach Einschätzung von Experten stellt die FGC-9 einen Wendepunkt dar, weil sich erstmals ein halbautomatisches Gewehr weitgehend ohne klassische Waffenindustrie herstellen lässt.

Die Dokumentation zeichnet die Entstehungsgeschichte des Modells nach und beschäftigt sich mit dessen Entwickler, der im Internet unter dem Pseudonym JStark bekannt wurde. Gemeinsam mit dem Extremismusforscher Rajan Basra vom King’s College London verfolgen die Autoren die Spuren des Waffenkonstrukteurs und seines Umfelds. Dabei stoßen sie auf Hinweise auf rassistische, antisemitische und extremistische Inhalte, die sich mit dem Thema Waffenbau vermischen. Die Recherchen führen schließlich bis nach Deutschland.

Darüber hinaus zeigt der Film, wie sich die Baupläne der FGC-9 weltweit verbreitet haben. Die Anleitungen kursieren laut den Autoren sowohl in rechtsextremen Netzwerken als auch in internationalen Online-Communities von Waffenenthusiasten. Besonders junge Männer finden über soziale Netzwerke und Internetforen Zugang zu einer Szene, in der technisches Interesse, politische Ideologien und Waffenbau aufeinandertreffen. Für Ermittlungsbehörden stellt diese Entwicklung eine besondere Herausforderung dar. Da die benötigten Dateien anonym verbreitet werden und viele Komponenten legal erhältlich sind, gelten die Möglichkeiten staatlicher Kontrolle als begrenzt.
28.06.2026 10:04 Uhr Kurz-URL: qmde.de/173019
Fabian Riedner

super
schade


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ARD Story Fuck Gun Control

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