Der sog. Content Creator bekommt ein Spiel-Format im öffentlich-rechtlichen TV, das an «The Hunt», «The Race», «Most Wanted», «Mission Unknown» und Co. erinnert.
Mit
«Terrain – Battle of the Flags» startet der unter dem Namen Freshtorge bekannte Content Creator Torge Oelrich ein neues Show-Projekt in Zusammenarbeit mit dem ZDF. Entwickelt wurde die neue Strategie-Show gemeinsam mit der Produktionsfirma Roses are Blue anlässlich des 20-jährigen Jubiläums seines YouTube-Kanals. Aktuell wird das Format für das ZDF in den schottischen Highlands produziert. Es handelt sich um zehn Folgen à 25 Minuten. Die Ausstrahlung ist für Herbst 2026 geplant. Begleitend zur Auswertung im Streaming-Portal des ZDF und auf ZDFneo entstehen zusätzliche Inhalte auf einem eigenen YouTube-Kanal rund um die Show.
In «Terrain» treten zehn bekannte Creatorinnen und Creator in zwei Fünfer-Teams gegeneinander an. Mit dabei sind Lézan, CastCrafter, Wichtiger, Felikah, Rosemondy, CrispyRob, Helge Mark, Merleperle, Kaan und Starletnova. Ziel des Spiels ist es, gegnerische Flaggen zu stehlen und die eigenen zu verteidigen. Wer am Ende die meisten Flaggen erobert hat, gewinnt.Gespielt wird mehrere Tage lang in einer eigens geschaffenen Spielwelt mitten in der Natur Schottlands. Die Teilnehmenden müssen strategisch handeln, gegnerische Flaggen erobern und ihre eigenen verteidigen.
Technisch will man etwas von der Norm abweichen: Die Teilnehmenden filmen sich nicht nur selbst, sondern tragen spezielle Third-Person-Kamerasysteme, die in eigens entwickelte Westen integriert wurden. Dadurch entstehe laut Senderangaben eine Bildsprache, die an Videospiele erinnere und die Zuschauenden das Geschehen aus einer neuen Perspektive erleben lasse.
So speziell, wie die Mainzer das Projekt darzustellen versuchen, erscheint es auf den ersten Blick jedoch gar nicht. Denn die skizzierte Prämisse und Machart wirkt eher wie eine Anlehnung an ähnliche Streamer-Formate bei Joyn, also «The Hunt», «Most Wanted», «The Race», «Mission Unknown» und Co. Wie nah man diesen Sendungen in der finalen Erscheinung dann tatsächlich kommen wird oder nicht, muss sich zeigen. Fest steht jedenfalls, dass die aufkeimenden Reality-Bestrebungen von ARD und ZDF der letzten zwei Jahre damit weiter vorangetrieben werden.
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