Quotencheck: «Hart aber fair»

In den ersten fünf Monaten sendete Das Erste lediglich acht Ausgaben. Hat Louis Klamroth noch eine Chance?

Handball-Europameisterschaft der Männer, Olympia-Übertragungen aus Italien, Karneval aus Köln und neue Formate wie «Arena» und «Die 100» sorgten dafür, dass die Dosis von <> im ersten Halbjahr von zwölf auf acht Episoden heruntergekürzt wurde. Erst am 2. Februar meldete sich Louis Klamroth mit seiner Sendung zurück. 7,78 Millionen Menschen verfolgten „Kein Aufschwung, Jobs in Gefahr: Wer muss jetzt mehr leisten?“, das nur auf 7,4 Prozent bei den 14- bis 49-Jährigen kam. Auch bei den jungen Erwachsenen verfehlte das Team den Senderschnitt mit nur 5,3 Prozent. Bei den jungen Menschen wurden 0,26 Millionen Zuschauer verbucht.

Deutlich besser lief es mit Folge zwei, die erst am 23. Februar gesendet wurde. „Zuckersteuer und Abnehmspritze: Wird unser Leben so gesünder?“, fragte das Team, und 2,64 Millionen Menschen kamen. Das lag aber auch daran, dass «Hirschhausen und der Zucker» 2,92 Millionen Menschen anlockte. Die Talkshow verbuchte mittelmäßige 11,9 Prozent, bei den jungen Leuten wurden 0,45 Millionen verbucht, der Marktanteil lag bei 10,8 Prozent. Mit dem Iran-Krieg hatte die Sendung am 2. März viel Beachtung, 2,16 Millionen Menschen schalteten ein, der Marktanteil lag bei neun Prozent. 0,50 Millionen Zuschauer sorgten für 10,8 Prozent.

Am 9. März entschieden sich 1,80 Millionen Zuschauer für „In Krisen- und Kriegszeiten: Wem vertrauen die Deutschen im Superwahljahr?“, der Marktanteil der Sendung betrug schwache 7,9 Prozent. Bei den jungen Erwachsenen waren nur noch 0,31 Millionen dabei, der Marktanteil sackte auf mittelmäßige 7,4 Prozent. Am 23. März ging es mit den Auswirkungen des Kriegs weiter: „Tanken teuer, Angst vor Inflation: Ist die Regierung machtlos?“, hieß das Thema, das noch für 1,96 Millionen Zuschauer interessant war. Der Marktanteil erholte sich auf 8,9 Prozent, war allerdings meilenweit vom Senderschnitt entfernt. Bei den jungen Erwachsenen waren 0,24 Millionen dabei, 5,8 Prozent waren die Folge.

Die Zuschauer mussten dann einen Monat warten, ehe es die nächste Folge mit dem Tankrabatt und der nicht umgesetzten 1.000-Euro-Prämie gab. Das war für 1,67 Millionen Zuschauer interessant und brachte am 20. April 7,3 Prozent Marktanteil. Unter den jungen Zusehern waren 0,27 Millionen, die für 6,6 Prozent standen. „Teuer und nur Mittelmaß: Was läuft schief bei Ärzten, Kliniken und Kassen?“, fragte Klamroth weitere zwei Wochen später. Die Folge vom 4. Mai erreichte 2,82 Millionen Zuschauer und starke 13,8 Prozent. Unter den jungen Menschen waren 0,33 Millionen, die für neun Prozent standen. Hier profitierte die Sendung von Eckart von Hirschhausen, der mit seiner Dokumentation «Hirschhausen und die Deepfake-Mafia» über 3,7 Millionen Menschen anlockte.

Die letzte reguläre Ausgabe von «Hart aber fair» drehte sich am 11. Mai um Musik: „Mehr als Musik: Wie politisch ist der ESC?“ erreichte lediglich 1,73 Millionen Zuschauer, die 9,3 Prozent Marktanteil mitbrachten. Bei den jungen Leuten wurden starke 9,1 Prozent erreicht.

Die acht Ausgaben holten im Durchschnitt 2,07 Millionen Zuschauer und verbuchten 9,5 Prozent Marktanteil. Im ersten Halbjahr 2025 waren es noch 2,60 Millionen Zuschauer und 10,8 Prozent. Bei den jungen Menschen sank das Interesse von 0,43 auf 0,33 Millionen, die Marktanteile gingen von 8,9 auf 8,1 Prozent zurück.
15.06.2026 12:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/172449
Fabian Riedner

super
schade


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Arena Die 100 Hirschhausen und der Zucker Hirschhausen und die Deepfake-Mafia Hart aber fair

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