ZDF beleuchtet in «Die geheime Welt des Adels» alte Eliten

Jochen Breyer gibt zur Primetime Einblicke in eine gesellschaftliche Schicht zwischen Tradition und Gegenwart.

Das ZDF widmet sich am Dienstag, den 28. April 2026, um 20:15 Uhr einem besonderen Milieu: In «Die geheime Welt des Adels – mit Jochen Breyer» begibt sich der Journalist auf Spurensuche in eine gesellschaftliche Gruppe, die offiziell seit über 100 Jahren keine politische Bedeutung mehr hat – und dennoch bis heute Einfluss ausübt. Die Dokumentation steht bereits am Sendetag vormittags im Streaming-Angebot bereit.

Im Zentrum des Films steht die Frage, welche Rolle der Adel im modernen Deutschland noch spielt. Obwohl die Monarchie 1919 abgeschafft wurde, sind viele adlige Familien weiterhin wirtschaftlich und gesellschaftlich präsent. Breyer besucht Schlösser, Jagden und gesellschaftliche Veranstaltungen und spricht mit Vertretern des Adels über Traditionen, Besitz und Selbstverständnis.

So trifft er unter anderem Baron Nikolaus von Gayling-Westphal, der ein historisches Schloss bei Freiburg bewohnt und dessen Alltag zwischen großem Erbe und hohen laufenden Kosten pendelt. Auch Günther Graf von der Schulenburg gewährt Einblicke in seine Arbeit: Er bewirtschaftet tausende Hektar Wald und sieht den Besitz als generationsübergreifende Verantwortung.

Die Dokumentation zeigt dabei nicht nur den Fortbestand historischer Strukturen, sondern auch die Anpassung an die Gegenwart. Netzwerke entstehen weiterhin bei gesellschaftlichen Anlässen, während traditionelle Werte wie Familienlinien und Besitzdenken eine wichtige Rolle spielen. Ergänzt wird der Film durch eine erzählerische Ebene: Schauspielerin Katja Riemann führt als fiktive Hausdame durch Geschichte und Gegenwart des deutschen Adels.
29.03.2026 13:27 Uhr Kurz-URL: qmde.de/170268
Fabian Riedner

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