Der ARD-Film erzählt von einer offenen Ehe, die an ihren eigenen Regeln zu zerbrechen droht.
Am Mittwoch, 6. Mai, zeigt Das Erste um 20.15 Uhr im Rahmen des „FilmMittwoch im Ersten“ das Beziehungsdrama
«Sugarlove». Der Fernsehfilm aus dem Jahr 2022 stellt ein scheinbar modernes Beziehungskonzept in den Mittelpunkt – und zeigt, wie schnell emotionale Grenzen verschwimmen können. Bei seiner Erstausstrahlung im April 2022 erreichte der Film 3,82 Millionen Zuschauer und einen Marktanteil von 14,0 Prozent beim Gesamtpublikum. In der werberelevanten Zielgruppe lag der Anteil bei 7,0 Prozent.
Im Zentrum stehen Patrick (Fritz Karl) und Julia (Barbara Auer), die nach außen hin eine stabile, fast beneidenswerte Ehe führen. Als Soziologieprofessor und Psychotherapeutin sind sie reflektiert, aufgeklärt und offen – doch ein zentrales Element fehlt: Intimität. Um dieses Defizit zu kompensieren, beschließen sie, ihre Beziehung bewusst zu öffnen und Sexualität auszulagern. Über ein Internetportal lernt Patrick die junge Claire (Cosima Henman) kennen, die sich selbstbewusst in der Rolle bewegt und ihre eigenen Regeln verfolgt. Was als klar abgegrenzte Vereinbarung beginnt – Sex ohne emotionale Verstrickung – gerät jedoch schnell außer Kontrolle. Patrick verliert die Distanz, Claire beginnt, die gesetzten Grenzen zu hinterfragen und schließlich aktiv zu überschreiten.
Regisseurin Isabel Kleefeld inszeniert «Sugarlove» als fein beobachtetes Drama über moderne Beziehungsmodelle und deren Fallstricke. Das Drehbuch von Silke Zertz stellt die Frage, ob sich Gefühle tatsächlich rational steuern lassen – oder ob jede Form von Nähe zwangsläufig Konsequenzen nach sich zieht.
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