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Eine Stadt zwischen Wolkenkratzern, Business und Glamour

Von Verfolgungsjagden, Schießereien und organisierter Kriminalität – Chicago, heißes Pflaster der Filmbranche

Von einer Handelsstation zum drittgrößten Rundfunk- und Fernsehmarkt der USA


Wer hätte gedacht, dass sich im Chicago der 20er Jahre vorigen Jahrhunderts Nightclubs und Revuen auf Vergnügungsmeilen aneinanderreihten und um die Gunst einer unternehmungslustigen Klientel buhlten? Mit Chicago verbinden viele Mitteleuropäer eher die Vorstellung von Kriminalität, Cosa Nostra oder wilden Straßenschießereien. Doch zuallererst war das Zentrum des Amüsements am Michigansee ein Hort sorglosen Daseins der frühen Stars und Sternchen in einem von der Weltwirtschaftskrise noch verschonten Industriemagneten, der um 1900 seine führende Rolle in der heimischen Industrie einnahm. Das zarte Pflänzchen Filmindustrie gedieh prächtig in einer Stadt, in der die Stars der Revuen und Tanztheater Kultstatus genossen und von ihren Fans gleichsam angehimmelt wurden - wie die ersten Stars eines sich langsam zum Massenkulturgut entwickelnden Filmindustrie.

Befeuert von wachsender Wirtschaftskraft konnte sich Chicago ein kulturelles Eigenleben entwickeln. Früher Ausdruck wachsenden Selbstbewusstseins und erstarkter Wirtschaftskraft war das Home Insurance Building, das als erster Wolkenkratzer nicht nur in den Vereinigten Staaten, sondern weltweit zum Sinnbild wachsender Zuversicht und Fortschrittsglaubens wurde. Seine Grundsteinlegung im Jahr 1885 ist auch als trotzige Reaktion auf eine 14 Jahre zuvor weite Teile der Stadt zerstörenden Feuersbrunst zu verstehen.

1893 als Gastgeber der World's Columbia Exposition, zog die junge Wirtschaftsmetropole nicht weniger als 26 Millionen Besucher innerhalb der sechsmonatigen Dauer der Ausstellung in ihren Bann. Der Boden für eine Symbiose aus Industrie, Wirtschaft und einem aufblühenden kulturellen Eigenleben war bereitet, in der Stadt-Orchester, -Bibliothek und die bedeutendsten Museen entstanden. Der ehemalige Columbian Exposition's Palace der Darstellenden Künste beherbergt heute das Museum für Industrie und Wissenschaften.

Dabei waren die Anfänge Chicagos mehr als bescheiden, gerade mal 300 Einwohner siedelten bei der Stadtgründung 1833 in dem Gebiet, das jedoch um die Mitte des 19. Jahrhunderts als Ausgangspunkt für viele Glücksritter, Abenteurer und Existenzgründer für die große Reise gen Westen zunehmend an Bedeutung gewinnen konnte. Wer Richtung Westen wollte musste in Chicago die Wasserwege verlassen und zu Fuß oder zu Pferd weiterziehen. Vom großen Bruder New York mitfinanziert, trug eine direkte Handelsverbindung über die Großen Seen und den Erie-Kanal zum Osten und zum Atlantik hin zum rasanten wirtschaftlichen Aufschwung Chicagos als Transport- und Handelsumschlagplatz des Mittleren Westens bei. Erste direkte Eisenbahnverbindungen ließen die Stadtgrenzen jährlich dramatisch expandieren. So war die Einwohnerzahl gerade 17 Jahre nach Stadtgründung bereits auf das Zehnfach angewachsen, 37 Jahre später auf das Hundertfache, und 57 Jahre nach Grundsteinlegung auf das 3000-fache – US-Rekord.

Berühmte Söhne und Töchter der Stadt – Chicagos Kulturbotschafter


Dabei zog die boomende Metropole nicht nur Industrielle und Arbeiter, sondern auch Kulturschaffende an. Auf ihrem Weg zu Lohn und Brot siedelten sich auch viele Schwarze aus dem Süden kommend in Chicago an und trugen maßgeblich zur Gründung von Jazz-und Bluesclubs um die Jahrhundertwende bei, wie in einer Dokumentation des WDR über Chicagos kulturelle Geschichte betont wird. Neben Jazz-Musikern, Filmregisseuren und -produzenten tummelten sich um 1900 erste Stars und Sternchen in den Etablissements der Stadt. Zu den frühen Stars der Filmgeschichte zählen Gloria Swanson, die 1899 in Chicago geboren wurde. Sie stieg von der Statistin im Essanay-Film The Song of Soul (1914) und an der Seite von Charlie Chaplin in His New Job zum späteren Stummfilm-Star bei der Paramount unter Cecil B. DeMille auf.

Auch der 1904 geborene Schauspielstar Ralph Bellamy stammt aus der Stadt, die einige klassische Hollywood-Größen hervorgebracht hat wie

- Kim Novak (Vertigo)
- Jason Robards (C'era una volta il West)
- Robert Ryan (The Wild Bunch)
- Karl Malden (A Streetcar Named Desire)
- Gail Russell (Night has a thousand eyes)
- Kathleen Freeman (The Fly)
- Clayton Moore (The Lone Ranger)
- Dorothy Malone (The Big Sleep)

In den 60er und 70er Jahren eroberten einige Kinder Chicagos die Filmleinwand:

- Raquel Welch (One Million Years B.C.)
- Bruce Dern (Nebraska)
- Donna Mills (Play misty for me)

Und auch in den jüngeren Jahrzehnten entsprangen Superstars der “Windy City”, wie Chicago auch im Volksmund genannt wird:

- Harrison Ford
- Robin Williams
- Tom Berenger
- Patricia Arquette
- Darryl Hannah
- Virginia Madsen

Von Takten und Noten – Chicagoer Blues- und Jazzgrößen


Benny „The King of Swing“ Goodman, 1909 in Chicago geboren, war die Schlüsselfigur für die Entwicklung des Jazz nicht nur in Chicago, sondern insbesondere des Swing weltweit. Als zwielichtige Randerscheinung anfänglich abgetan, begann sich die ehemals „schwarze“ Musik aus den Rotlichtvierteln der USA herauszulösen und zu einem Phänomen mit breitem gesellschaftlichem Konsens zu entwickeln. Die Jazz-, Swing- und Bluesmusik wurde salonfähig und strahlte in alle Bevölkerungsgruppen hinein. Goodman stellte erstmalig eine Band zusammen, deren Mitglieder unabhängig von Hautfarbe und Herkunft ausgewählt wurden. Der Durchbruch für Goodman wird heute oft mit den Anfängen der Swing-Musik gleichgesetzt.

Keinen geringeren als Louis Armstrong verschlug es 1922 mit der Joe "King" Oliver´s Creole Jazz Band nach Chicago, nachdem der Bandleader Joe "King" Oliver entschlossen hatte, nach Schließung des Rotlichtdistrikts Storyville wegen angeblich moralzersetzenden Treibens in New Orleans die Zelte mangels Auftritts- und Verdienstmöglichkeiten abzubrechen und im wesentlich toleranteren Chicago wieder aufzuschlagen. Hier tummelten sich Cabarets, Tanzlokale und geheime Untergrundbars, die auch in den Zeiten der Prohibition ein einträgliches Auskommen sicherten, wie das Bayerische Fernsehen die Situation in den 20er Jahren in einer Dokumentation über die Geschichte des Jazz beschreibt.

Überhaupt wanderten viele Schwarze aus den Südstaaten in den Norden, um in den dortigen Großschlachtereien Arbeit und Brot zu finden So zog es auch den bekanntesten Chicago-Blues-Musiker Muddy Waters in den 40er Jahren in die Metropole. Er elektrifizierte in den kommenden Jahren den mitgebrachten Delta-Blues und wurde Vorbild und Inspiration zugleich für viele nachfolgende Blues- und Rockgenerationen.

Von Leuten abseits der Scheinwerfer – Chicagos Filmregisseure und -produzenten


Die Wiege des amerikanischen Films liegt nicht in Hollywood, sondern im Chicago um 1900: So war bereits im Jahr 1896 von William Nicholas Selig die Selig Polyscope Company gegründet worden, eine Produktions- und Vertriebsgesellschaft, welche die ersten Kurzfilme mit Tom Mix, Harold Lloyd, Colleen Moore und Roscoe "Fatty" Arbuckle drehte. Erste Western, Historien- und Tierfilme entstanden in dieser Zeit.

1910 nahm die von Samuel Hutchinson, John Freuler, Charles Hite und Harry Aitken gegründete American Film Manufacturing Company ihre Arbeit auf. Drei Jahre zuvor war die Firma Essanay von George K. Spoor und „Broncho Billy“ Anderson auf den Plan getreten, ein Unternehmen das sich erfolgreich junger Leinwandstars wie Charlie Chaplin, Wallace Beery und Gloria Swanson bediente. Erst später wurden die Studioräume nach Kalifornien verlegt, ein Großteil des Unternehmens verblieb jedoch unter der Leitung Spoors in 1333-1341, Argyle Street.

Zum Aufschwung zur frühen Filmmetropole hatte der aus Oberschwaben 1884 eingewanderte Laupheimer Carl Laemmle beigetragen, der sich um 1900 mit einem 5-Cent-Filmtheater, einem sogenannten Nickelodeon selbstständig gemacht hatte. Um seiner Idee von Theater mehr Glanz zu verleihen, strich er Theaterfassade, Innenraum und Mobiliar weiß an, was zu höherem Zuspruch unter der zahlenden Kundschaft führte und sich als Glücksgriff erwies. Nur ein Jahr später gründet er einen Filmverleih und innerhalb kürzester Zeit gehörten ihm mit 50 Kinos die Mehrzahl der Lichtspieltheater in Chicago. 1908 ist Laemmles Firma bereits der größte Filmverleih der USA, in den Filmen seiner 1910 gegründeten „Independent Motion Picture Company“ setzte Laemmle als erster Produzent in der amerikanischen Filmindustrie überhaupt auf Stars und benennt sie explizit im Vorspann – ein Novum in der Filmgeschichte und Geburtsstunde des aufkommenden Starkults späterer Jahre. (Quelle: bremerhaven.de)

Zu den bekanntesten Regisseuren, Drehbuchautoren und Produzenten, die Chicago hervorgebracht hat, zählen Größen wie Walt Disney, Michael Mann (Heat, Texas Killing Fields), Robert Zemeckis (Back to the future), William Friedkin (The Exorcist, French Connection) und Don Siegel (Dirty Harry).

Im Dreieck von Schmuggel, Glücksspiel und Prostitution - Ein zwielichtiges Image hallt bis heute nach



Chicagos berühmtester Sohn – Al Capone
Während der rund sieben Jahre Allein-Regentschaft im kriminellen Milieu der 20er Jahre frönte Capone mit Hingabe einem feinsinnigen Luxusleben zwischen Oper, opulentem Essen und modischer Kleidung. Einem König gleich residierte er in der Suite eines Luxushotels, während seine Bande zur Finanzierung seines exquisiten Lebensstils für ihn arbeitete. Als erfolgreicher Gangsterboss gelang es Capone über viele Jahre, Behörden und Justiz hinters Licht zu führen. Letztlich wurden ihm aber die illegalen Transaktionen von Unsummen an Schwarzgeld zum Verhängnis, die Steuerbehörden kamen ihm auf die Schliche und konnten genügend Beweise zu seiner Verhaftung sammeln. So wurde Capone 1931 wegen Steuerhinterziehung von mehr als 200.000 Dollar zu elf Jahren Haft verurteilt.

Zu Capones Vorlieben gehörten neben stilsicherer Extravaganz und dem Organisieren krimineller Machenschaften wie Alkoholschmuggel, Prostitution und Glücksspiel auch das Glücksspiel selbst. So soll er in den lediglich sieben Jahren seiner Regentschaft über sieben Millionen Dollar verspielt haben soll – Gelder, die wohl kaum aus seinem Möbelgeschäft (als Möbelhändler war er nämlich registriert) kamen. Vielmehr holte er Verluste durch Schutzgelderpressung und Geldwäsche nachträglich wieder rein. Lange Zeit ließen Polizei und Justiz die Gangster ungeschoren, sie standen ja auf deren Lohnliste. Als Capone einmal gefragt wurde, ob er ein Schmuggler sei, antworte er: „Na klar. Und ein paar unserer besten Richter trinken mein Zeug.“

Al Capone Reloaded – Vom Erbe der „Cosa Nostra“
So sind denn nicht nur Musiker, Filmstars, Produzenten und Regisseure in der Ahnengalerie der Stadt vertreten, auch einige schwarze Schafe mit Capone als ihrer Galionsfigur tummelten sich in einer Riege zweifelhafter Prominenter. Eine Kriminalitätshistorie jenseits von Capones Missetaten ist gleichsam untrennbar mit der Geschichte Chicagos verknüpft. Für eine unrühmliche Vergangenheit sorgen denn auch Namen wie der zu lebenslänglicher Haftstrafe verurteilte Ted Kaczynski, der von 1978 bis 1995 als Unabomber insgesamt 16 Briefbomben an amerikanische Universitäten und Fluglinien schickte und dabei drei Menschen tötete.

Ebenfalls aus Chicago stammt der Serienmörder John Wayne Gacy, der für die Vergewaltigung und Tötung von 33 Jungen und jungen Männern in den Jahren 1972 bis 1978 verurteilt wurde. Er ging als „Killer-Clown“ in die Kriminalgeschichte ein, weil er oft in selbst genähten Clown-Kostümen Straßenfeste aufsuchte, um als „Pogo der Clown“ Kinder zu unterhalten.

Lester Joseph Gillis, genannt „Babyface“, tat sich bereits in jungen Jahren durch eine Serie aufsehenerregender Banküberfälle in den 30er Jahren unrühmlich hervor und konnte vor seinem frühen Tod 1934 bereits auf eine lange „Karriere“ als Autodieb, Mitglied in der Al Capone-Bande und mehrfacher Bankräuber zurückblicken. Dabei tötete er mehr als ein Dutzend Polizeibeamter und Passanten, teils grundlos aus bloßer Mutwilligkeit heraus.

Weit weniger als Al Capone ist sein Mitstreiter Anthony Accardo bekannt, der viel länger als Capone die Cosa Nostra in Chicago anführte. Mit 20 Jahren wurde Joe Batters, wie er auch genannt wurde, von Capone in die kriminelle Vereinigung aufgenommen.

Von einer Besessenheit zur kriminellen Macht
Doch all die Namen reichen an Berühmtheit nicht an den von Alphonse Capone heran. Inbegriff von Kriminalität selbst, hat der kriminelle Übervater maßgeblich zum anrüchigen Langzeit-Image von Chicago beigetragen. 1899 als Sohn neapolitanischer Einwanderer geboren, geriet Capone bereits als Jugendlicher im New Yorker Stadtteil Brooklyn auf die schiefe Bahn, nachdem er 14-jährig die Schule nach einem tätlichen Angriff auf einen Lehrer verlassen musste. Danach schlug er sich mit Gelegenheitsjobs durch und knüpfte dabei schnell Kontakt zum organisierten Verbrechen. 1919 siedelte Capone von New York nach Chicago um und trat dem sogenannten Chicago Outfit bei, eines US-amerikanischen Ablegers des italienisch stämmigen organisierten Verbrechens, dessen Einflussbereiche bis nach Las Vegas und Florida reichten. Er wurde zunächst Handlanger und rechte Hand des Mafia-Bosses Johnny Torrio, der ihm 1924 die Führung seiner Organisation anvertraute, um sich aus dem kriminellen Business zurückzuziehen.

Zu Capone Leibwächtern wurde auch jener Anthony Accardo. Capone wird vor allem mit dem berühmt-berüchtigten, sogenannten „St. Valentine’s Day Massacre“ 1929 in Verbindung gebracht, bei dem sieben Mitglieder einer rivalisierenden Bande getötet wurden. Zwischen 1924 und 1931 kontrollierte Capone als Chef von mehreren tausend Gangstern und Kleinkriminellen die Unterwelt von Chicago. 1931 verhaftet und wegen Steuerhinterziehung verurteilt, wurde Capone durch Frank Nitti abgelöst und verbrachte die letzten Jahre an Syphilis und Demenz erkrankt auf seinem Anwesen in Palm Beach, Florida, ehe er 1947 an Lungenentzündung starb. Während der rund sieben Jahre Allein-Regentschaft frönte Capone mit Hingabe einem feinsinnigen Luxusleben zwischen Oper, opulentem Essen und modischer Kleidung. Als erfolgreicher Gangsterboss gelang es Capone über viele Jahre, Behörden und Justiz hinters Licht zu führen. Letztlich wurden ihm aber die illegalen Transaktionen von Unsummen an Schwarzgeld zum Verhängnis, die Steuerbehörden kamen ihm auf die Schliche und konnten genügend Beweise zu seiner Verhaftung sammeln.

Die Top-Liste der in Chicago gedrehten Serien und Spielfilme – Eine kleine Hitparade



Im Serienfieber
Die vielen auch älteren Hochhäuser in Chicago geben eine eindrucksvolle Kulisse für viele Film- und Serien-Drehs ab, die Anfang des 20. Jahrhunderts noch lange vor dem Aufschwung Hollywoods als die Filmmetropole viele Regisseure und Produzenten inspirierten. So zählt es denn in heutigen Tagen unter vielen Touristen zum üblichen Ritual, all die Locations aufzusuchen, an denen ihre Filmhelden einst agierten. Filmfans halten auf ihrem Stadtbummel durch Chicago stets die Kamera aufnahmebereit, auch wenn mittlerweile einige der alten Filmplätze nicht mehr existieren und modernen Wolkenkratzern Platz machen mussten. Chicago hat gerade in heutiger Zeit nicht zuletzt angesichts niedrigeren Lohnniveaus der Statisten, Kameraleute und Techniker im Vergleich zu Los Angeles oder New York nichts an Attraktivität eingebüßt. Die stadteigene Hochbahn, Flüsse und Kanäle haben ihr Übriges dazu beigetragen, zum idealen Drehort bzw. Handlungsort einiger Serien zu werden:


1. «Eine schrecklich nette Familie» (Married with children):
Wer kennt ihn nicht, den Brunnen mit den Wasserfontänen im Vorspann zur Sitcom. Es ist der Buckingham Fountain im Grant Park von Chicago. Die Außenaufnahmen vom Haus der Familie von Al Bundy wurden in der 641 Castlewood Lane in der Stadt Deerfield im Norden des Großraums von Chicago gedreht.

2. «Chicago Fire»:
Das echte Fire Department Engine 18 in der 1360 S Blue Island Ave wurde anfänglich als Kulisse in die Serie komplett miteinbezogen, nach einem Nachbau der Location im Studio fand der echte Drehort immer noch gelegentlich Verwendung. Gleiches galt für Lottie‘s Pub in der 1925 W Cortland Street, die als Setting für die Bar “Molly’s diente.

3. «Sirens»:
In der USA Network-Comedyserie über amerikanische Rettungssanitäter in Chicago dient als zentraler Filmschauplatz die Feuerwache in 3052 West 24th Street, wie in moviemaps.org angegeben. Zwei Staffeln mit 23 Episoden wurden insgesamt in und um Chicago gedreht.

4. «Chicago P.D.»:
Da es sich bei der NBC-Serie um die Arbeit einer Sondereinheit in Chicago (21. Bezirk des Chicago Police Department) handelt, diente auch die Stadt selbst als Kulisse. Alle Szenen wurden authentisch an Originalschauplätzen gedreht, so werden z.B.: in den ersten beiden Episoden folgende Schauplätze in die Handlung miteinbezogen: 943 W. Maxwell Street (Polizeistation), 1312 S. Racine Avenue (Polizeisporthalle), 1341 W. 16th Street (Eric Coopers Haus), Saint Adalberts Church, 17th Street, 1531 W. Jackson Boulevard (Detective Julia Willhites Haus), Cermak Bridge, Union Station, 225 S. Canal Street, 1401 S. Museum Campus Drive. (Quelle: itsfilmedthere.com)

5. «Shameless– Nicht ganz nüchtern» (Shameless):
In der seit 2010 vom Pay-TV-Sender Showtime produzierten Dramaserie ist das Restaurant Patsy's Pies, in welchem Fiona, eine der Hauptfiguren der Serie arbeitet, ein echtes Restaurant namens Patsy's Pub & Grill in 2825 N. Lincoln Avenue. Sechs Staffeln wurden mittlerweile produziert. Die Episoden wurden überwiegend in Chicago und Los Angeles gedreht. Einige markante Serienorte tauchen bereits in der Pilotfolge auf: 2119 S Homan Avenue (Gallaghers Haus), 1937 S. Spaulding Avenue (Jacksons Haus), 2113 S Homan Avenue (Kevins und Veronicas Haus), 3901 S. Michigan Avenue (Fionas Motel), Hotel 71, 71 E Wacker Dr (Fionas und Steves Restaurant) (Quelle: filming.90210.info).

6. «Prison Break»:
Bereits in der Pilot-Folge der Actionserie von Autor Paul Scheuring stand das Joliet Correctional Center (Joliet-Gefängnis) im Mittelpunkt des Geschehens, das in der Gefängnisserie den Namen Fox River State Prison erhielt. Die Produzenten hatten für dieses Gefängnis entschieden, weil es sich in einem besonders gepflegten Zustand in City-Nähe befindet. Es wurde als Schauplatz für die ersten beiden Staffeln 2005-2006 verwendet, nachdem die Einrichtung bereits drei Jahre zuvor geschlossen worden war.



Auf der großen Kinoleinwand


Von Sex & Crime auf Chicagos Straßen
Die Liste an Krimis und Thriller auf Chicagos Straßen ist lang, eine Auswahl darf folgende populäre Steifen nicht unerwähnt lassen:

1. «Auf der Flucht» (The Fugitive):

Chicago Hilton und das Towers Hotel, neben dem Grand Park sind zur zwei von vielen Locations, die im Thriller mit Harrison Ford zum Tragen kommen, eine eigene Homepage mit Landkarte widmet sich explizit den verschiedenen Drehorten, von denen die Wells Street Bridge, das Cook County Hospital, Chicago City Hall und der Daley Plaza Picasso nur einige von vielen darstellen.

2. «Die Unbestechlichen» (The Untouchables):
Vor allem der Bahnhof Union Station das Rookery Building in 209 South LaSalle Street wurden in diesem Krimi-Drama mit Sean Connery und Kevin Costner in den Hauptrollen verewigt. Robert De Niro läuft in einer Szene die lange Treppe des Kulturzentrums (Art Institute) herunter.

3. «Road to perdition»:
Wie in The Fugitive wurde in dem Filmdrama mit Tom Hanks unter anderem beim Chicago Hilton and Towers Hotel neben Grant Park gedreht, auch die LaSalle Street Bridge und das Wrigley Building, North Michigan Avenue wurden in die Handlung miteinbezogen (Quelle: movie-locatons.com).

Herz und Schmerz – Von der Leidenschaft der Liebe
Selbst Romanzen und Liebesfilme wurden vor Chicagos Skyline gedreht. So wartet Sandra Bullock an der Riesenskulptur Cloud Gate, einem großen silbernen Kunstwerk in der Romanze Das Haus am See (The Lake House) auf Keanu Reeves. In der Komödie Ferris macht blau (Ferris Bueller’s Day Off) wurde am Art Institute, der Aussichtsplattform des Sears Towers (Willis Towers), am Wringley Field und im Ben Rose Auto Museum in der 370 Beech Street in Higthland Park gedreht. Das Art Institute (Kulturzentrum), einst Bücherei, schlüpfte dabei schon in die unterschiedlichsten Filmrollen, je nach Bedarf als Gerichtsgebäude, Stadthalle oder atmosphärischer Ort für Liebesszenen.


Hart und ohne Kompromisse – Action-Kino a la Chicago
Action-Kino à la Chicago fand beispielsweise schon am R.R. Donnelley Center (heute als United Building bekannt) in der 77 West Wacker Drive statt, das im Action-Streifen Verhandlungssache (The Negotiator) mit Kevin Spacey und Samuel L. Jackson als Polizeigebäude verwendet wurde. In Transformers wurden die Spitzen einiger Hochhäuser der Chicagoer Skyline im Trick weggesprengt, während den Dreharbeiten wurden tagelang Straßen in der Stadt wie der Wacker Drive, die unterirdische Straße am Chicago River abgesperrt. In Transformers 3 flogen dann Raumschiffe über den Millennium Park. Und In der Lobby des Illinois Center West richteten die Macher von Batman - The Dark Knight Batmans Wohnung ein.

Eine Drehscheibe der Branche – Das Chicago International Film Festival


Im Jahr 1965 hat sich die Stadt sich auch ihr eigenes Filmforum geschaffen: Bereits fünfzigmal haben die renommierten Chicago International Film Festival Television Awards schon stattgefunden. Das reine Juryfestival, präsentiert von Cinema/Chicago gehört damit zu den ältesten Wettbewerben in Nordamerika und findet alljährlich immer im Oktober statt – und dies ununterbrochen bis heute. 2014 wurden fast 200 Filme aus über 50 verschiedenen Nationen präsentiert. Als Hauptpreis des dazugehörigen Wettbewerbs wird der sogenannte „Gold und Silber Hugo“ verliehen, dieses Jahr im Rahmen der 52. Auflage vom 13. bis 27. Oktober.
06.07.2016 09:09 Uhr Kurz-URL: qmde.de/86642

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Auf der Flucht Chicago Fire Chicago P.D. Die Unbestechlichen Eine schrecklich nette Familie Prison Break Road to perdition Shameless– Nicht ganz nüchtern Sirens

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