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Lieber Werner Lüder,

ich muss zugeben: Ich schaue den «Marienhof» nicht und gehöre damit wohl zu einer immer größer werdenden Gruppe. Es fällt mir deshalb schwer exakt zu beurteilen, warum die Einschaltquoten Jahr für Jahr schwächer werden und gerade jetzt Anfang 2010 nochmals bedrohlich nachgegeben haben. Fakt ist aber, dass man sich langsam in eine Zone bewegt, die durchaus als gefährlich beschrieben werden darf. Dass Sie nun zurückkehren ans Set von «Marienhof» und die Produktion beraten, werte ich aber als positives Zeichen.

Für uns Journalisten liefert es zumindest ein Thema und Raum für Phrasen: „Sag niemals nie“ wäre eine davon. Als Sie den «Marienhof» 2005 verließen, hätte niemand gedacht, dass Sie fünf Jahre später wieder das Zepter in der Hand halten. Aber die Branche ist vergesslich und ist die Not erst groß genug, dann spielt es auch keine Rolle mehr, ob es Ungereimtheiten wegen Schleichwerbung gab. Sie wissen wohl besser als jeder andere welche Veränderungen der «Marienhof» braucht, um wieder ein erfolgreiches Produkt zu werden.

Obwohl ich die Serie nicht kenne, glaube ich den Aussagen nicht – von offizieller Seite heißt es, dass nur noch Feinheiten geändert werden müssen. Viel mehr täte dem Format ein ganz großer Relaunch gut: Sie sollten etwas wagen, das es in dieser Form in Soap-Deutschland noch nicht gab. Vielleicht sind Sie in den vergangenen Jahren großen Vorbildern nämlich einfach zu sehr hinterhergesprungen. Beim neuen Set ließ man sich ein wenig von «GZSZ» inspirieren, erzählt wurde eine Telenovelageschichte wie man sie auch zeitgleich bei Sat.1 sehen konnte. Etwas Neues muss daher im «Marienhof» geschehen – dann kehren vielleicht auch einige alte Fans zurück.
13.02.2010 00:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/40173
Manuel Weis

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Marienhof

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