Ein Samstag im Zeichen der Ideenlosigkeit: Filmwiederholungen, Filmwiederholungen, Filmwiederholungen. Die Privaten werkelten kräftig am weiteren Niedergang des linearen TV.
Frisches Entertainment-Programm lieferte lediglich das Erste, wo
«Klein gegen Groß» auch tatsächlich die Führung einstrich: Die aktuelle Ausgabe erreichte insgesamt 4,83 Millionen Zuschauende und einen Marktanteil von siegreichen 24,9 Prozent. Damit konnte Pflaume das Interesse im Wochenvergleich nicht nur auf einem beständig hohen Niveau halten, sondern auch den Gesamtsieg gegen den ZDF-Krimi verteidigen. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden ebenfalls dominierende 0,56 Millionen und starke 17,8 Prozent gemessen - kein anderer Sender kam zur Primetime auch nur annähernd an diese Zahlen heran
Leicht dahinter das ZDF mit einem Krimi: Insgesamt schalteten
«Ostfriesentodesspiel» 4,53 Millionen Menschen ein, der Marktanteil lag bei sehenswerten 21,1 Prozent - alles in allem also eine routiniert erfolgreiche Performance, die dennoch etwas niedriger lag als starke Leistungen über der Fünf-Millionen-Schwelle. Dergestalt musste man zudem knapp hinter «Klein gegen Groß» im Ersten zurückstecken, das auf 4,83 Millionen kam. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden lediglich 0,22 Millionen und durchwachsene 6,6 Prozent Marktanteil gemessen.
Platz zwei in der jüngeren Kategorie ging an die Kölner von RTL, bei denen erneut
«Harry Potter und der Feuerkelch» ausgestrahlt wurde - allerdings mit knapp einstelligen Zahlen: Denn dieses Mal kamen 0,32 Millionen Jüngere auf, die 9,9 Prozent hervorgebracht haben - eine passable Schadensbegrenzung, aber selbstredend keine wirklich freudigen Dimensionen. Insgesamt schalteten Potter übrigens bloß 0,88 Millionen Interessierte ein, die den Anteil auf für RTL zähe 4,4 Prozent setzten. Eine Liga darunter lag Sat.1 mit einer abermaligen Ausstrahlung von
«Der Soldat James Ryan»: Unbefriedigend die Leistung bei den Jüngeren, von denen 0,16 Millionen zu behäbigen 5,0 Prozent erhoben wurden. Insgesamt sah es ob 0,62 Millionen und 3,2 Prozent auch trist aus.
Noch schlechter ProSieben:
«Baywatch» schalteten nur 0,13 Millionen Jüngere und desolate 3,8 Prozent ein. Insgesamt standen bloß 0,37 Millionen und lächerliche 1,8 Prozent zu Buche. Aber auch VOX teilte das Leid der absoluten Bruchlandung: Der Kanal setzte auf den Animationsfilm
«Die Croods: Alles auf Anfang». Der Film versagte allerdings richtiggehend mit insgesamt 0,43 Millionen Einschaltenden und grottigen 2,0 Prozent Marktanteil. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden sogar lediglich ganz mickrige 0,08 Millionen und 2,4 Prozent gemessen.
Damit war tatsächlich aber noch nicht der größte Vogel abgeschossen - dies oblag RTLZWEI und Kabel Eins: Eine Programmierung von
«Deep Impact» wurde dort gezeigt. Der Streifen kam insgesamt auf lediglich 0,45 Millionen Zuschauende. Der Marktanteil lag bei ganz dünnen 2,2 Prozent. Vollkatastrophe bei den 14- bis 49-Jährigen: Von ihnen wurden bloß 0,06 Millionen beziehungsweise ebenfalls massiv bedenkliche 1,8 Prozent gemessen. Auch die Verantwortlichen von Kabel Eins hatten allen Grund, im Boden versinken zu wollen: Die erste Episode
«FBI: Special Crime Unit» des Abends kam auf gleichsam dezimierte 0,06 Millionen Jüngere und blamable 1,8 Prozent. Die zweite Folge sank gar noch weiter auf 0,04 Millionen und 1,2 Prozent - das ist einer Kommentierung unwürdig. Insgesamt ließen sich maximal 0,38 Millionen und furchtbare 1,8 Prozent erheben.
In dieser niederschmetternden Verfassung mussten sämtliche Privatsender außer RTL schließlich
«2. Bundesliga» in der Sparte an sich vorbeiziehen lassen: Bei NITRO wollten ab 20.30 Uhr im Schnitt nämlich schonmal 0,24 Millionen 14-49-Jährige bei Hertha gegen Wolfsburg mitfiebern - das bedeutete für den kleinen Sender einen richtig schönen Prozentwert von 7,1 Prozent. Beim Gesamtpublikum liefs zumindest ordentlich angesichts 3,7 Prozent bei 0,76 Millionen. Die zweite Hälfte musste dann etwas nachlassen auf 0,20 Millionen Jüngere, der Anteil blieb mit 5,5 Prozent aber klar überdurchschnittlich für den Kanal. Die Gesamtzuschauerschaft verringerte sich auch ein Stück auf 0,54 Millionen und 2,5 Prozent.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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