HBO Max zeigt Dokumentation über die Opioidkrise in den USA

Der neue HBO-Dokumentarfilm begleitet eine ungewöhnliche Telefonhotline, deren freiwillige Mitarbeitende Menschen während ihres Drogenkonsums zur Seite stehen.

Das deutsche HBO Max nimmt am Donnerstag, den 19. November 2026, den Dokumentarfilm «The Hotline» in sein Programm auf. Die HBO-Original-Produktion stammt von Ricki Stern und Jesse Sweet, die bereits für den Dokumentarfilm «Nature of the Crime» zusammengearbeitet haben. Im Mittelpunkt steht die amerikanische Hilfsorganisation „Never Use Alone“ (NUA), die Menschen während des Konsums von Opioiden telefonisch begleitet und im Notfall lebensrettende Maßnahmen einleiten kann. Der Film beschäftigt sich mit den Folgen der amerikanischen Opioidkrise und zeigt, welche Bedeutung persönliche Zuwendung in einer solchen Ausnahmesituation haben kann.

Die Hotline „Never Use Alone“ verfolgt einen ungewöhnlichen Ansatz. Menschen, die Opioide konsumieren und dabei allein sind, können sich telefonisch an freiwillige Mitarbeitende wenden. Diese bleiben während des Konsums in der Leitung, führen Gespräche und achten darauf, ob die anrufende Person weiterhin reagiert. Sollte es Hinweise auf eine Überdosierung geben, können sie den Rettungsdienst verständigen. Damit soll insbesondere verhindert werden, dass Menschen nach einer Überdosierung unbemerkt bleiben und keine rechtzeitige medizinische Hilfe erhalten.

Ein Teil der Freiwilligen hat selbst Erfahrungen mit einer Suchterkrankung gemacht. Andere engagieren sich, weil sie Angehörige oder Freunde durch Drogenkonsum verloren haben. «The Hotline» begleitet diese Menschen bei ihrer Arbeit und dokumentiert Gespräche, in denen sich persönliche Schicksale und akute Notsituationen miteinander verbinden. Die Zuschauer erleben, wie sich zunächst alltäglich wirkende Telefonate innerhalb weniger Augenblicke zu lebensbedrohlichen Situationen entwickeln können.

Gleichzeitig beschäftigt sich die Dokumentation mit der emotionalen Belastung, die eine solche Tätigkeit mit sich bringt. Die Mitarbeitenden berichten von ihren eigenen Erfahrungen, von Verlusten und von ihrem Weg aus der Abhängigkeit. Für einige von ihnen ist die freiwillige Arbeit auch ein wichtiger Bestandteil ihrer persönlichen Genesung. Sie finden darin eine Aufgabe, die ihnen Halt gibt und zugleich anderen Menschen helfen kann.

Geschrieben und inszeniert wurde «The Hotline» von Ricki Stern und Jesse Sweet. Stern übernahm zudem die Produktion, während Simon Kilmurry als Executive Producer beteiligt war. Hergestellt wurde der Dokumentarfilm von Break Thru Films für HBO Documentary Films.

06.11.2026 07:10 Uhr Kurz-URL: qmde.de/177290
Fabian Riedner

super
schade


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• The Hotline • Nature of the Crime

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