«The Law of Beasts»: Netflix erzählt von einem polnischen Kriminalfall

Die vierteilige Dramaserie mit Agnieszka Grochowska und Agnieszka Żulewska beschäftigt sich mit einem Kindermörder und den Grenzen des Rechtsstaats.

Ein Vierteljahrhundert nach einem grausamen Verbrechen steht Polen erneut vor einer schwierigen Frage: Was geschieht mit einem verurteilten Kindermörder, der seine Haftstrafe verbüßt hat und nun freigelassen werden soll? Mit «The Law of Beasts» widmet sich Netflix einem Stoff, der auf einem realen Kriminalfall und dessen juristischen Folgen basiert. Die vierteilige Serie von Kasper Bajon startet am Mittwoch, den 18. November 2026, bei dem Streamingdienst. In den Hauptrollen sind Agnieszka Grochowska und Agnieszka Żulewska zu sehen. Ein erster offizieller Teaser wurde bereits veröffentlicht.

Die Handlung beginnt im Jahr 1988. Major Anna Bersz, gespielt von Agnieszka Grochowska, leitet die Ermittlungen im Mordfall von vier Jungen. Als Verdächtiger gerät Mariusz Trynkiewicz ins Visier der Behörden. Annas Freundin, die Psychiaterin Agnieszka Grabska (Agnieszka Żulewska), erhält den Auftrag, die Schuldfähigkeit des Mannes zu beurteilen. Während Anna eine Verurteilung erreichen möchte, muss Agnieszka eine unabhängige medizinische Einschätzung abgeben. Unter dem Druck staatlicher Institutionen und gesellschaftlicher Erwartungen geraten die beiden Frauen zunehmend in einen Konflikt, der schließlich ihre Freundschaft zerstört.

25 Jahre später wird der Fall erneut aktuell. Der verurteilte Mörder steht kurz vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Anna arbeitet inzwischen als Regierungsbeamtin, während Agnieszka zu einer angesehenen Expertin für Psychiatrie geworden ist. Beide müssen sich erneut mit den Ereignissen ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Dabei geht es nicht nur um die Frage, welche Entscheidungen sie damals getroffen haben, sondern auch darum, wie weit ein Rechtsstaat gehen darf, um seine Bevölkerung vor möglichen weiteren Straftaten zu schützen.

Die Geschichte orientiert sich am tatsächlichen Fall des polnischen Serienmörders Mariusz Trynkiewicz. Die Ereignisse führten in Polen zu einer intensiven gesellschaftlichen und politischen Debatte über den Umgang mit besonders gefährlichen Straftätern nach dem Ende ihrer Haftzeit. Daraus entstand eine gesetzliche Regelung, die als sogenanntes „Bestiengesetz“ bekannt wurde. Sie ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen die weitere Unterbringung von Personen, denen nach ihrer Haftentlassung eine erhebliche Gefahr für andere Menschen zugeschrieben wird. Die Serie untersucht die moralischen und juristischen Konflikte, die mit solchen Maßnahmen verbunden sind.

Netflix betont allerdings, dass die beiden Hauptfiguren Anna Bersz und Agnieszka Grabska vollständig erfunden wurden. Auch ihre persönliche Beziehung und die damit verbundenen Konflikte sind fiktional. Der reale Kriminalfall dient vielmehr als Ausgangspunkt, um Fragen nach staatlicher Verantwortung, persönlicher Überzeugung und den Grenzen juristischer Entscheidungen zu behandeln. Michał Pawlik übernimmt die Rolle des verurteilten Mörders Mariusz Trynkiewicz.

Für die Regie zeichnet Kasper Bajon verantwortlich, der gemeinsam mit Anna Kasińska auch die Drehbücher verfasste. Produziert wurde «The Law of Beasts» von Edyta Krajewska für die Produktionsfirma Entrego. Die Kameraarbeit übernahm Bartłomiej Kaczmarek, während Piotr Waglewski die Musik komponierte. Jede der vier Episoden hat eine Laufzeit von etwa 45 Minuten.

08.11.2026 10:41 Uhr Kurz-URL: qmde.de/177257
Fabian Riedner

super
schade


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• The Law of Beasts

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