HBO Max zeigt ungarische True-Crime-Serie «Die Wahrheitsfanatiker»

Die zweiteilige Dokumentation begleitet pensionierte Ermittler, die auf spektakuläre Kriminalfälle und ihre Arbeit im Ungarn der 1980er- und 1990er-Jahre zurückblicken.

HBO Max erweitert sein True-Crime-Angebot um eine Produktion aus Ungarn. Am Freitag, den 13. November 2026, startet die zweiteilige Dokumentationsserie «Die Wahrheitsfanatiker», deren beide Episoden gleichzeitig beim Streamingdienst verfügbar sein werden. Es handelt sich um die erste in Ungarn produzierte True-Crime-Serie von HBO. Anders als viele Produktionen des Genres konzentriert sich das Format nicht ausschließlich auf die Verbrechen und ihre Opfer, sondern vor allem auf die Ermittler, die sich teilweise über Jahre hinweg mit den Fällen beschäftigt haben.

Im Mittelpunkt steht eine Gruppe mittlerweile pensionierter Kriminalbeamter, die sich regelmäßig in einem Büro in Budapest trifft. Gastgeber ist der ehemalige Ermittler Ernő Tóth, der gemeinsam mit seinen früheren Kollegen István Krispán, János Kőrösi, Lajos Kovács und Attila Petőfi sowie dem Kriminaljournalisten László Illisz auf bedeutende Fälle ihrer beruflichen Laufbahn zurückblickt. Aus gemeinsamen Abendessen entwickeln sich Gespräche über aufsehenerregende Ermittlungen, ungewöhnliche Methoden und persönliche Erfahrungen. Dabei berichten die Beteiligten auch über Hintergründe, die der Öffentlichkeit bislang weitgehend unbekannt geblieben sind.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Polizeiarbeit während der politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Ungarn. Vor allem die Jahre nach dem Umbruch von 1989 stellten die Ermittler vor neue Herausforderungen. Die Dokumentation beleuchtet, wie Kriminalfälle in einer Zeit untersucht wurden, in der moderne digitale Hilfsmittel und zahlreiche heutige forensische Verfahren noch nicht zur Verfügung standen. Die ehemaligen Beamten schildern, wie sie mit klassischen Ermittlungsmethoden, Erfahrung und teilweise jahrelanger Beharrlichkeit versuchten, schwere Verbrechen aufzuklären.

Zu den behandelten Fällen gehört die Entführung der Jugendlichen Helga Farkas, die in Ungarn große öffentliche Aufmerksamkeit erregte. Auch der Fall des berüchtigten Kriminellen Marinko Magda wird aufgegriffen. Beide Fälle stehen beispielhaft für die Verbrechen, die das Land in den 1990er-Jahren beschäftigten und die Arbeit der beteiligten Ermittler nachhaltig prägten.
02.11.2026 18:34 Uhr Kurz-URL: qmde.de/177140
Fabian Riedner

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• Die Wahrheitsfanatiker

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