18 Uhr, Primetime, späte Satire: Das ZDF gewinnt den Freitag dreifach

Dass der Freitagabend vollends in Mainzer Händen ist, dürfte keine Überraschung sein - doch auch der Vorabend und der späte Satire-Einschub dominieren die TV-Landschaft.

Das ZDF gegen den Rest der Sendelandschaft. So könnte kurzum der Freitag in TV-Deutschland betitelt werden und das ZDF gewinnt. Gleich dreifach. Gestern lässt sich der erste klare TV-Sieg am Vorabend um ab 18:10 Uhr definieren. Das Zweite sendete eine Folge «SOKO Wien» und erreichte kurzerhand 3,09 Millionen Zuschauer ab drei Jahren im Schnitt. Das brachte nicht nur eine Quote von 21,1 Prozent, sondern positionierte den öffentliche-rechtlichen Sender auch vor jeglicher Konkurrenz. Über private Gegenspieler brauch hierbei nicht wirklich gesprochen werden. Bei ProSieben verfolgten lediglich 0,21 Millionen Zuschauer «:newstime», Sat.1 sendete vor 0,67 Millionen Fernsehenden «Richter Alexander Hold - Seine neuen Fälle» und RTL kam mit «Explosiv - Das Magazin» auf 0,64 Millionen Zuschauer.

Und öffentlich-rechtlich? Hier kamen im Ersten ab 18 Uhr für eine Quiz-Folge «Gefragt - Gejagt» immerhin 2,41 Millionen Zuschauer zusammen. Die blaue Eins war demnach zumindest einigermaßen konkurrenzfähig, die Quote der Rate-Show lag bei 17,4 Prozent. Die Gemengelage änderte sich zur Primetime ... nicht wirklich. Wobei zumindest die privaten Sender etwas mehr vom TV-Kuchen abhaben durften. In Unterföhring kamen 1,09 Millionen Zuschauer für «Ice Road: Vengeance» zusammen (ProSieben) und 1,04 Millionen für «The Voice of Germany», RTL sendete vor 1,08 Millionen Zuschauern «Ninja Warrior Germany». Das sind alles gute Werte, wobei die öffentlich-rechtlichen Sender mit den eigenen Angeboten in klar anderen Ligen spielten. Das Erste steigerte sich mit «Amore mio - Niemand ist wie Du» auf 2,99 Millionen Zuschauer und daher 14,4 Prozent am Markt und das ZDF konnte nur müde lächeln. Mit einer neuen Folge «Jenseits der Spree» sicherte sich der Mainz-Sender kurzerhand stolze 4,33 Millionen Zuschauer und damit satte 20,7 Prozent vom Markt. Damit 2:0 für das ZDF.

Aber die 14- bis 49-Jährigen! Ja, hier hatte das ZDF tatsächlich in den genannten Slots Probleme. Wobei Probleme bereits eine drastische Formulierung ist. Die Primetime ging an RTL mit 0,33 Millionen Jüngeren und einer Quote von 10,9 Prozent, dahinter zeigte sich das Erste mit 0,27 und dann schon das ZDF mit 0,20 Millionen 14- bis 49-Jährigen. Und wie bekannt sein dürfte, wertet das ZDF den Freitag in Sachen 14- bis 49-Jährige erst recht spät am Abend. Ab 22:30 Uhr - als bei ProSieben noch 0,67 Millionen Zuschauer für «Boneyard» an Bord waren und sich die Reichweite der Umworbenen auf 0,11 Millionen reduziert hatte. Da startete im ZDF der Satire-Abend mit der «heute-show». Oliver Welke steigerte kurzerhand die Gesamtreichweite auf 3,62 Millionen Zuschauer und daher überragende 23,2 Prozent. Doch das Prunkstück des späten Abends im Zweiten war die Leistung der 14- bis 49-Jährigen. Mit abermals exzellenten 0,73 Millionen jüngeren TV-Zuschauern sicherte sich das ZDF 25,3 Prozent des Marktes. Das lies jegliche Konkurrenz, zu jeglicher Tageszeit, hinter sich. Das Erste wollte ab 22:25 Uhr mit einer Folge «WaPo Bodensee» noch mithalten, das lief mit 1,38 Millionen Zuschauern und 0,19 Millionen Jüngeren eher verhalten. Die Quoten lagen bei der blauen Eins bei 9,0 und 6,6 Prozent. Im Sinne dieser drei Sendezeiten, am Vorabend, zur Primetime und am späteren Abend, ergab der gestrigen Freitag ein klares 3:0 für das ZDF gegen alle anderen Sender. Bei RTL und Sat.1 liefen die Primetime-Angebote jeweils bis nach 23 Uhr.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
31.10.2026 08:44 Uhr Kurz-URL: qmde.de/177103
Felix Maier

super
schade


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Tags

• SOKO Wien • :newstime • Explosiv - Das Magazin • Gefragt - Gejagt • Ice Road: Vengeance • The Voice of Germany • Ninja Warrior Germany • Amore mio - Niemand ist wie Du • Jenseits der Spree • Boneyard • heute-show • WaPo Bodensee

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