Während die italienische Version bei Canale 5 regelmäßig ein Millionenpublikum erreicht, könnte Sat.1 den Spieleklassiker zurückholen.
Seit Jahren gehört das
«Glücksrad» zu den Formaten, deren Rückkehr ins deutsche Fernsehen immer wieder diskutiert wird. Auch Quotenmeter hat mehrfach auf das Potenzial des Spieleklassikers hingewiesen, der insbesondere in Italien eine bemerkenswerte Renaissance erlebt. Nun könnte Sat.1 tatsächlich einen neuen Anlauf unternehmen. Wie „Bunte“ berichtet, wurde am Mittwoch, den 21. Oktober 2026, in Mailand eine Pilotfolge mit Jörg Pilawa als Moderator aufgezeichnet. Eine reguläre Produktion ist bislang allerdings nicht bestätigt.
Der Produktionsort ist kein Zufall. In Mailand entsteht bereits die italienische Ausgabe «La Ruota della Fortuna», die bei Canale 5 im täglichen Abendprogramm läuft. Moderiert wird sie von Gerry Scotti, der mit der Neuauflage einen großen Erfolg für Mediaset erzielt hat. Die Sendung erreicht regelmäßig mehrere Millionen Menschen und kann auf Zuschauerzahlen von bis zu vier Millionen verweisen. Der Erfolg zeigt, dass das klassische Buchstabenraten auch Jahrzehnte nach seiner Einführung ein großes Publikum ansprechen kann. Während italienische Fernsehmacher das Format als festen Bestandteil ihres Abendprogramms etabliert haben, beschränkten sich die jüngeren deutschen Neuauflagen auf kleinere Sender und Sendeplätze.
Mit Jörg Pilawa würde Sat.1 erneut auf einen seiner etablierten Showmoderatoren setzen. Der 61-Jährige präsentiert bereits «Das 1%-Quiz» und ist auch für eine Neuauflage von «Deal or No Deal» vorgesehen. Eine Verpflichtung für das «Glücksrad» würde seine Präsenz im Unterhaltungsprogramm weiter ausbauen. Gleichzeitig wäre die Personalentscheidung wenig überraschend: Anstatt mit einem neuen Gesicht oder einer ungewöhnlichen Moderationskonstellation zu experimentieren, würde Sat.1 erneut auf einen vertrauten Gastgeber zurückgreifen. Ob das dem Format zusätzliche Impulse geben könnte, bleibt abzuwarten.
Das deutsche «Glücksrad» startete im November 1988 bei Sat.1 und entwickelte sich mit Peter Bond, Frederic Meisner und Maren Gilzer zu einem der bekanntesten Formate des frühen Privatfernsehens. Nach dem Ende der langjährigen Ausstrahlung folgten mehrere Wiederbelebungsversuche, unter anderem bei RTLplus und zuletzt 2023 bei RTLZWEI.
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