Paramount+ verliert Programmchefin Jane Wiseman

Sarah Aubrey übernimmt künftig die Verantwortung für die Originalproduktionen beider Plattformen.

Der Umbau der Streamingaktivitäten unter dem Dach von Skydance hat weitere personelle Konsequenzen. Jane Wiseman, bislang Executive Vice President und Leiterin der Originalproduktionen von Paramount+, verlässt das Unternehmen. Die Managerin war erst im August 2025 zum Streamingdienst gewechselt und folgt damit ihrer früheren Vorgesetzten Cindy Holland, die bereits im Zuge der Neuordnung ausgeschieden war. Wie das US-Branchenmagazin „Variety“ berichtet, hat Casey Bloys am Freitag die neue Führungsstruktur in einem internen Schreiben vorgestellt. Die Verantwortung für die Originalproduktionen von Paramount+ geht künftig an Sarah Aubrey, die bislang das entsprechende Programmgeschäft bei HBO Max leitete.

Aubrey erhält den Titel Head of Paramount+, Max Originals and International Programming. Sie soll gemeinsam mit Bloys und der Skydance-Führung die weitere Entwicklung von Paramount+ gestalten und die programmliche Annäherung an HBO Max vorantreiben. Beide Streamingdienste sollen zunächst ihre eigenständige Entwicklung fortsetzen, bevor sie zu einem späteren Zeitpunkt zusammengeführt werden. Bloys betonte in seinem Schreiben, dass der Betrieb zweier Plattformen mit eigenen Originalproduktionen eine enge Zusammenarbeit erfordere. Die neue Organisationsstruktur orientiert sich dabei weitgehend an der bisherigen Führung von HBO und HBO Max.

Auch weitere Schlüsselpositionen werden mit langjährigen HBO-Verantwortlichen besetzt. Glenn Whitehead steigt zum President und Chief Operating Officer von HBO und Paramount+ auf und übernimmt die Bereiche Geschäftsangelegenheiten, Produktion und Betrieb für beide Plattformen. Francesca Orsi bleibt für die Dramaserien und Filme von HBO zuständig, während Amy Gravitt weiterhin die Comedy-Sparte verantwortet. Nina Rosenstein behält die Leitung des Late-Night- und Special-Programms. Nancy Abraham und Lisa Heller führen gemeinsam den Dokumentarbereich. Damit bleibt die bestehende HBO-Führungsriege weitgehend erhalten, während die bisherige Paramount+-Struktur an Bedeutung verliert.

Wiseman hatte in ihrer vergleichsweise kurzen Amtszeit bei Paramount+ zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit Cindy Holland verantwortete sie die Bestellung von nahezu 30 neuen Serien sowie die Verlängerung von 16 bestehenden Produktionen. Zu den angekündigten Titeln gehören «Discretion» mit Nicole Kidman und Elle Fanning sowie «Ascent», «Clueless», «Fear Not», «Laird», «Trauma» und «The Best of Us». Darüber hinaus schloss Paramount+ Vereinbarungen mit Kreativen wie den Duffer-Brüdern und Issa Rae. In ihrer Abschiedsnachricht an die Mitarbeiter erklärte Wiseman: „Ich bin unglaublich stolz auf dieses Team. Es war ein Privileg, ein Teil davon zu sein.“ Gemeinsam habe man mehr als 40 neue und fortgesetzte Serien aus den Bereichen Fiction, Non-Fiction, Kinder- und Familienprogramm sowie Animation auf den Weg gebracht.

Vor ihrem Wechsel zu Paramount+ war Wiseman unter anderem für die Produktionsfirma Sister und als Beraterin für Prime Video tätig. Zuvor arbeitete sie rund zehn Jahre bei Netflix, wo sie als Verantwortliche für Originalserien und Comedy an Produktionen wie «Ozark», «Narcos», «Russian Doll», «Dead to Me», «Grace and Frankie» und «BoJack Horseman» beteiligt war.
23.10.2026 22:39 Uhr Kurz-URL: qmde.de/176865
Fabian Riedner

super
schade


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• Discretion • Ascent • Clueless • Fear Not • Laird • Trauma • The Best of Us • Ozark • Narcos • Russian Doll • Dead to Me • Grace and Frankie • BoJack Horseman

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