ZDF zeigt zwei Nahost-Dokumentationen im Nachtprogramm

Thomas Reichart und Katrin Eigendorf untersuchen Israels Grenzpolitik und den Konflikt im Westjordanland – beide Filme laufen in der Nacht zum Donnerstag.

Das ZDF bündelt am späten Mittwochabend, 25. November 2026, zwei Dokumentationen über Israel und die palästinensischen Gebiete. In der Nacht auf Donnerstag, 26. November, läuft um 1.00 Uhr «auslandsjournal – die doku»: „Israels Grenzen“. Um 1.45 Uhr folgt «auslandsjournal frontlines» „Konflikt um das Westjordanland“. Beide Filme sind bereits ab Dienstag, 24. November, um 10.00 Uhr im ZDF-Streaming-Angebot verfügbar.

Für „Israels Grenzen“ reist ZDF-Korrespondent Thomas Reichart von Eilat bis an die libanesische Grenze. Der Film untersucht, wie sich Israels militärische Präsenz und Kontrolle seit dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober 2023 verändert haben. Im Mittelpunkt stehen Menschen, deren Alltag unmittelbar von Grenzziehungen, militärischen Kontrolllinien und Checkpoints beeinflusst wird.

Reichart besucht unter anderem Rückkehrer in einem von der Hamas angegriffenen Kibbuz und palästinensische Familien im Westjordanland, denen der Abriss ihrer Häuser und Vertreibung drohen. In Jerusalem begleitet er einen Sanitäter, dessen Arbeit durch geschlossene Checkpoints erschwert wird. Weitere Begegnungen führen zu Drusen in Israel, deren Verwandte jenseits der Grenze in Syrien leben, sowie zu einer Familie aus Gaza, die von ihrem Alltag an der sogenannten gelben Linie berichtet. Die Dokumentation fragt, welche politische Entwicklung sich an Israels Grenzpolitik ablesen lässt und welche Perspektiven für einen Ausgleich zwischen Israelis und Palästinensern bestehen. Der Film von Thomas Reichart bleibt bis zum 24. November 2032 im Streaming-Angebot abrufbar.

Anschließend richtet «auslandsjournal frontlines» den Blick auf das Westjordanland. Für den Film von Katrin Eigendorf und Fabian Herriger verbringt die ZDF-Sonderkorrespondentin Zeit mit palästinensischen Familien und israelischen Siedlern. Sie spricht mit ihnen über Land, Wasser, Sicherheit und ihre Vorstellungen von der Zukunft der Region.

Besonders deutlich werden die Konflikte während der Olivenernte. Palästinensische Familien schildern ihre Angst vor Angriffen und die Schwierigkeiten, ihre Felder und Bäume zu erreichen. Israelische Siedler erläutern dagegen, warum sie sich in dem Gebiet niederlassen und welche Ansprüche sie darauf erheben. Die Dokumentation betrachtet diese Begegnungen ausdrücklich vor dem Hintergrund unterschiedlicher rechtlicher Bedingungen und Lebensrealitäten, ohne sie gleichzusetzen. Eigendorfs Reise geht der Frage nach, ob unter diesen Voraussetzungen noch ein Zusammenleben möglich ist und wie der Streit um einzelne Hügel, Wege und Wasserquellen die Zukunft des Westjordanlands prägt. «Konflikt um das Westjordanland» steht bis zum 24. November 2031 im ZDF-Streaming-Angebot bereit.
26.10.2026 08:42 Uhr Kurz-URL: qmde.de/176819
Fabian Riedner

super
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• auslandsjournal – die doku • auslandsjournal frontlines • Konflikt um das Westjordanland

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