Das ZDF setzt am Mittwochvorabend auf neue «besseresser»-Folgen, obwohl die Einschaltquoten auf diesem Sendeplatz häufig enttäuschen.
Der scheidende Lebensmittelkünstler Sebastian Lege beschäftigt sich im November mit einem der bekanntesten deutschen Süßwarenhersteller. Das ZDF zeigt
«besseresser» mit „Die Wahrheit über Haribo“ am Mittwoch, 25. November 2026, um 19.25 Uhr. Der Film von Annika Große gehört zur Reihe „Food Stories mit Sebastian Lege“ und steht am Sendetag bereits ab 6.00 Uhr im Streaming-Angebot bereit. Dort soll er bis zum 25. November 2031 verfügbar bleiben.
Damit hält das ZDF an «besseresser» auf dem Mittwochvorabend fest, obwohl die Quoten dort häufig enttäuschend ausfallen. Die neue Ausgabe setzt mit Haribo auf eine besonders bekannte Marke: Das Familienunternehmen verkauft seine Süßigkeiten in mehr als 100 Ländern und führt über 1000 Produkte im Sortiment. Die Dokumentation stellt dem vertrauten Goldbären-Image Fragen nach Rohstoffen, Arbeitsbedingungen und wirtschaftlichen Entscheidungen gegenüber.
Produktentwickler Lege untersucht unter anderem den Qualitätsanspruch des Unternehmens. Dabei geht es auch um Carnaubawachs und die Diskussion über die Arbeitsbedingungen bei dessen Gewinnung in Brasilien. Der Film fragt, wie gut die verwendeten Rohstoffe tatsächlich sind und welche Bedingungen hinter den Produkten stehen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist Haribos Umgang mit Konkurrenz und Markenrechten. Der nach seinem Gründer Hans Riegel aus Bonn benannte Konzern wird inzwischen in dritter Generation geführt und erwirtschaftet nach den Angaben zur Sendung schätzungsweise drei Milliarden Euro Umsatz jährlich. Die Dokumentation beleuchtet, wie konsequent das Unternehmen seine Marken schützt und seine Marktposition verteidigt.
Auch die Schließung des Werks im sächsischen Wilkau-Haßlau wird aufgegriffen. Haribo kündigte diesen Schritt im November 2020 an und begründete ihn mit mangelnder Rentabilität sowie den Anforderungen an die künftige Wettbewerbsfähigkeit. Rund 150 Beschäftigte waren betroffen. Ihre Proteste und die politische Debatte über die Entscheidung bilden einen weiteren Teil des Films, der den wirtschaftlichen Erfolg der Marke mit dessen Folgen für die Beschäftigten verbindet.
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