Eine neue britische Dokumentation beleuchtet die Ereignisse und lässt unter anderem die frühere Premierministerin Theresa May zu Wort kommen.
Zwei Menschen brechen auf einer Parkbank zusammen. Zunächst ist kaum zu erkennen, welche Tragweite dieser Vorfall haben wird. Doch als Sergej Skripal und seine Tochter Julia im März 2018 im englischen Salisbury gefunden werden, beginnt eine internationale Krise. Die beiden wurden mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet. Wie aus einem rätselhaften Zwischenfall eine geopolitische Affäre wurde, zeichnet die Dokumentation
«Der Giftanschlag von Salisbury – Auf der Spur der Spione» nach. Geo zeigt die 79-minütige britische Produktion am Montag, 2. November 2026, um 20.15 Uhr erstmals im deutschen Fernsehen.
Die Dokumentation trägt im Original den Titel «The Salisbury Poisonings: A Spy Next Door» und wurde 2026 in Großbritannien produziert. Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse rund um den Giftanschlag, der die beschauliche Stadt Salisbury plötzlich in den Mittelpunkt der internationalen Aufmerksamkeit rückte. Die Filmemacher rekonstruieren, was damals geschah, wie die Verantwortlichen auf die Bedrohung reagierten und welche Folgen der Vorfall für die politische Lage hatte.
Besonderes Gewicht erhält die Dokumentation durch ihre Gesprächspartner. Neben Augenzeugen und Betroffenen kommen hochrangige Vertreter der Geheimdienste sowie Journalisten zu Wort, die sich mit dem Anschlag und seinen Hintergründen beschäftigt haben. Auch die frühere britische Premierministerin Theresa May ist in einem Interview zu sehen. Sie stand zum Zeitpunkt des Anschlags an der Spitze der britischen Regierung und erlebte die diplomatischen Verwerfungen aus unmittelbarer politischer Verantwortung.
Die Erzählung verbindet persönliche Schicksale mit der größeren politischen Dimension des Falls. Während Sergej und Julia Skripal unmittelbar von der Vergiftung betroffen waren, stellte der Einsatz eines hochgefährlichen Nervengifts auch die Behörden vor außergewöhnliche Herausforderungen. Aus einem zunächst lokalen Notfall entwickelte sich eine Affäre, deren Auswirkungen weit über Salisbury hinausreichten.
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