Quotencheck: «Bericht aus Berlin – Sommerinterview»

Sechs Mal luden Matthias Deiß, Anna Engelke und Markus Preiß Politiker ins ARD-Studio unweit des Bundestags ein.

Alle Jahre wieder kommen die Politiker zum ARD-Sommerinterview bei «Bericht aus Berlin». In diesem Jahr startete die Sendung mit Lars Klingbeil von der SPD. Der Co-Parteivorsitzende und Vizekanzler lockte allerdings nur 1,01 Millionen Fernsehzuschauer an, das führte zu einem unterdurchschnittlichen Marktanteil von 7,8 Prozent. Damit war Klingbeils Auftritt der zweitschwächste in diesem Jahr. Bei den jungen Menschen lief es mit 0,13 Millionen ebenfalls nicht gut, der Marktanteil lag bei schwachen 6,6 Prozent.

Matthias Deiß begrüßte eine Woche später Ines Schwerdtner von der Partei Die Linke. Das Gespräch war zäh, auch die Reichweite mit 1,02 Millionen Zusehern war doch sehr übersichtlich. Immerhin war der Marktanteil um knapp zwei Prozentpunkte höher und lag bei der zweiten Ausgabe bei 9,5 Prozent. Unter den 14- bis 49-Jährigen befanden sich 0,13 Millionen, sodass man einen Marktanteil von 8,3 Prozent holte.

Eine deutlich bessere Figur machte Anna Engelke mit Franziska Brantner von Bündnis 90/Die Grünen. Die Partei lockte am 19. Juli 1,29 Millionen Fernsehzuschauer an, der Marktanteil lag bei mittelmäßigen 10,3 Prozent. Interessant war auch die Beobachtung bei den jungen Menschen, denn hier wurden 0,19 Millionen verbucht. Der Marktanteil lag somit das erste Mal im zweistelligen Bereich und 11,6 Prozent sind für Das Erste kein schlechtes Ergebnis.

Nach einer Woche Pause war Markus Söder von der CSU zu Gast. Erneut führte Anna Engelke das Interview. Doch nur 0,78 Millionen Menschen wollten das Gespräch sehen, was zu einem verheerenden Marktanteil von sieben Prozent führte. Markus Söder sorgte auch dafür, dass nur 0,12 Millionen junge Menschen einschalteten, und holte damit das niedrigste Ergebnis der Ausstrahlungen. Es wurden 8,2 Prozent Marktanteil gemessen.

Tino Chrupalla von der Alternative für Deutschland (AfD) nahm nach mehreren Wochen Pause Platz. Erst am 23. August ging die Gesprächsreihe mit Markus Preiß weiter. Doch das Interesse war mit 1,47 Millionen hoch, der Marktanteil lag bei 11,1 Prozent. Unter den jungen Menschen waren 0,18 Millionen, der Marktanteil verbesserte sich allerdings nur auf 8,2 Prozent.

Schließlich war am 30. August auch Bundeskanzler Friedrich Merz von der CDU bei Markus Preiß. Obwohl der Kanzler verheerende Beliebtheitswerte hat und seine Aussagen oftmals wieder einkassiert werden müssen, interessierten sich 1,47 Millionen Menschen für sein Gespräch im Ersten. Das brachte gute 11,7 Prozent und somit auch das beste Ergebnis. Bei den jungen Erwachsenen wurden 0,24 Millionen gezählt, sodass man auf 11,8 Prozent kam.

Im Schnitt erreichte «Bericht aus Berlin – Sommerinterview» 1,18 Millionen Zuschauer und 9,6 Prozent, das ist ein guter Wert. Zudem finden die Gespräche regelmäßig ihren Weg in die überregionalen Zeitungen, was für die Reihe ebenfalls ein gutes Standing bedeutet. Mit 0,17 Millionen jungen Menschen holte man 9,1 Prozent, das ist für Das Erste ebenfalls ein gutes Ergebnis.
12.10.2026 12:00 Uhr Kurz-URL: qmde.de/176232
Fabian Riedner

super
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