«Ein Fall für zwei» endet im ZDF, das Erste bleibt bei «Einspruch, Schatz!». Privat hat man endlich am Freitag wieder ein Show-Duell - «Ninja Warrior Germany» startet in die neue Staffel. Und was macht VOX?
Das öffentlich-rechtliche Duell am gestrigen Freitag ging klar an das ZDF - wobei man sich das wohl in Mainz durchaus noch deutlicher gewünscht hatte. Die letzte Folge, nicht die letzte der Staffel, die letzte letzte Folge von
«Ein Fall für zwei» flimmerte ab 20:15 Uhr über den Äther und das wollten 3,90 Millionen Zuschauer sehen. Zweifelsohne ist ein Marktanteil von 19,4 Prozent lobenswert, dennoch könnte die Erwartungshaltung für das Ende einer über 40 Jahre alten Serie durchaus größer gewesen sein. Gegen das Erste, und auch alle anderen Sender, gewann das ZDF dennoch natürlich den Primetime-Vergleich. Bei der blauen Eins kamen für
«Einspruch, Schatz! - Kavaliersdelikt» 3,05 Millionen Zuschauer und daher 15,2 Prozent des Marktes zusammen. Bei den 14- bis 49-Jährigen war der ZDF-Vorsprung noch geringer, mit 0,20 Millionen jungen Zuschauern ergaben sich in Mainz 7,3 Prozent. Im Ersten waren mit 0,17 Millionen 5,8 Prozent drin.
Privat drehte sich am gestrigen Freitag alles um die Frage "Sat.1 oder RTL?". Nachdem der Bällchensender einige Wochen ohne Konkurrenz mit
«The Voice of Germany» glänzen konnte, startete RTL gestern in die neue Staffel von
«Ninja Warrior Germany - Die stärkste Show Deutschlands». Das interessierte Sat.1 jedoch nur bedingt, denn
«TVOG» kam abermals auf starke 1,41 Millionen Zuschauer und bestätigte damit die Leistung der Vorwoche, die Quote von 7,4 Prozent passt absolut. Dennoch konnte sich auch RTL direkt freuen, denn die «Ninjas» holte mit 0,33 Millionen Umworbenen die beste Reichweite bei den 14- bis 49-Jährigen ab. Hier konnte Sat.1 mit den singenden Talenten lediglich 0,25 Millionen Werberelevante und damit die zweitbeste Reichweite sichern. Die Quoten lagen in Köln bei 11,4 Prozent und in Unterföhring bei 8,5 Prozent. RTL kam indes gesamt auf 1,24 Millionen Zuschauer im Schnitt, das brachte gute 6,6 Prozent mit sich.
Hinter dem RTL-Sat.1-Duell traten mit ProSieben und RTLZWEI zwei Sender mit Spielfilmen im Gepäck gegeneinander an. Die rote Sieben schickte
«Django Unchained» in das Rennen, währenddessen lief in Grünwald
«Transporter - The Mission». Das deutlich bessere Ergebnis konnte ProSieben abräumen - der Tarantino-Film sicherte 0,82 Millionen Zuschauer im Schnitt, bei Jason Statham kamen lediglich 0,66 Millionen zusammen. Die Quoten lagen demnach bei 4,6 und 3,3 Prozent. In der Zielgruppe änderte sich das Ergebnis nicht, ProSieben legte mit 0,21 Millionen Umworbenen vor und RTLZWEI zog mit 0,16 Millionen ordentlich nach. Dennoch war hier Unterföhring mit 7,4 Prozent ganze zwei Punkte besser, der «Transporter» kam auf 5,4 Prozent.
Verblieben am gestrigen Abend Kabel Eins und VOX - wobei hier die Ansätze nicht vergleichbar waren. Beim Classics-Sender flimmerte ab 20:15 Uhr eine Folge
«Navy CIS» über den Äther, bei VOX sollte es
«Goodbye Deutschland! Die Auswanderer» richten. Besser lief das in puncto Gesamtreichweite für Kabel Eins - 0,53 Millionen Zuschauer holten einen Anteil von 2,7 Prozent des TV-Marktes ab. «Die Auswanderer» bei VOX schafften hier lediglich 0,46 Millionen und 2,3 Prozent. In der Zielgruppe ist das Ergebnis jedoch umgekehrt, 0,15 Millionen Werberelevanten holten ordentliche 5,1 Prozent zu VOX. Kabel Eins schaffte mit 0,09 Millionen nicht mehr als 3,2 Prozent.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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