Immerhin lässt sich zugutehalten, dass zwischendurch vertretbare Dimensionen erreicht werden und teilweise sogar bessere Ergebnisse als bei der merklich kränkelnden «Landarztpraxis» im Anschluss.
Bevor Sat.1-Anwalt Ingo Lenßen demnächst in doppelter Art die Primetime besiedeln wird, startete sein aktuelles Vorabend-Format
«Lenßen hilft» - eine Scripted Reality mit Beratungstenor - in die neue Staffel. Der Fall ist dies seit Anfang September 2026. Gezeigt werden ab 18.00 Uhr jeweils zwei Folgen. Manchmal besteht das Doppelpack tatsächlich aus gleich zwei frischen Episoden, manchmal mischt man eine neue Folge zu Beginn mit einer anschließenden Wiederholung. Beide Modelle waren in der ausgelaufenen Woche vom 28. September bis 2. Oktober zu beobachten - doch mit welchen Quoten?
Am Montag ging es zunächst tatsächlich mit zwei neuen Geschichten los. Hier ergab sich trotzdem ein ziemlich tristes Bild: Nur 0,06 Millionen jüngere Zuschauende konnten angezogen werden, welche einen niedrigen Marktanteil von 4,4 Prozent ergaben. Ähnlich schlecht lief es mit der zweiten Folge des Abends, die bloß auf haarige 3,9 Prozent durch 0,07 Millionen Jüngere kam. Am Gesamtmarkt verharrte man ebenfalls bei enttäuschenden Dimensionen von 0,40/0,48 Millionen zu 3,5 Prozent.
Mit dem nächsten frischen Doppelpack am Dienstag zeigten sich dann nur sehr zaghafte Besserungen: Die Resonanzen froren auf magerem Niveau von wieder 0,06 und 0,08 Millionen Zielgruppen-Leuten ein. Zunächst bewegte sich der Anteil bei wieder mangelhaften 4,8 Prozent, ehe der begrenzte Zuwachs dann schon reichte für eine zumindest halbwegs verschmerzbare Zahl von 5,2 Prozent. Am Gesamtmarkt ging es minimal hoch auf 0,50 Millionen, wodurch man dennoch stecken blieb bei zu blassen 3,7 Prozent.
Ab Mittwoch ging man dazu über, die zweite Folge mit Konservenware zu bespielen. Ob dies zum beobachteten Einbruch bei den 14-49-Jährigen führte, erscheint aber fraglich, da bereits die erste (neue) Folge des Tages bereits verschlechtert einstartete. Genauer gesagt fuhr sie nur ungenügende 3,8 Prozent und 0,04 Millionen in genannter Kategorie ein - die anschließende Wiederholung reproduzierte den Anteil exakt ob 0,05 Millionen. Etwas optimistischer war die Lage inklusive der älteren Zuschauenden zu bewerten: In diesem Zusammenhang steigerte sich die Sendung immerhin in die Vierer-Zone (4,1/4,5 Prozent), wobei der Re-Run sogar mit 0,61 Millionen die vorläufig höchste Gesamtreichweite der Woche markierte.
Zum Donnertag gingen die Reichweiten der Jüngeren zwar wieder etwas bergauf, jedoch nur beschwerlicher Weise in Kraxelschritten auf 0,08 und 0,09 Millionen. Die Prozent-Relationen landeten bei optimierten, aber weiterhin nicht guten 5,7 Prozent. Eine ansteigende Tendenz setzte sich beim Gesamtpublikum fort, von dem zunächst 0,55 Millionen und 4,6 Prozent für die neue Folge, und dann sogar 0,62 Millionen für die Wiederholung zuschalteten. Der prozentuale Anteil sank trotzdem ein bisschen auf 4,4 Prozent. Insgesamt waren dies Zahlen, die sich wohl dem Bereich annäherten, mit dem Sat.1 zu dieser Uhrzeit leben kann.
Dass es offensichtlich gar keine so wirkliche Rolle spielt, ob nun neue Folgen oder alte Storys im Aufgebot sind, zeigte zudem der Wochenabschluss. Denn perplexer Weise sank die erste Episode des Abends - ein neuer Fall - insgesamt ab auf nur noch 0,40 Millionen zu 3,7 Prozent. Erst die folgende Wiederholung steigerte sich schließlich auf wieder recht vertretbare 4,6 Prozent und 0,58 Millionen. Bezüglich des jüngeren Publikums ging es für die Erstausstrahlung im Angesicht 2,8 Prozent (0,03 Millionen) gar richtig den Bach herunter - die Wiederholung steigerte sich dann auf weiter bedenkliche 4,1 Prozent (0,06 Millionen).
Alles in allem ist die Scriped-Reality «Lenßen hilft» weiter noch zu oft am rumkrebsen - eine beständigere Etablierung auf ein befriedigendes Niveau ist nicht so recht zu erkennen. Vielmehr bewegt man sich auf einem Level, auf dem moderate Ausreißer schon ausreichen, um Anteilssprünge zu ermöglichen. Dass es dabei sogar egal ist, ob dies durch eine alte, oder eine neue Folge passiert, zeigte sich in der abgelaufenen Woche ebenfalls.
Unterm Strich sind Dimensionen, die Sat.1 über 0,60 Millionen und über 4,0 Prozent bringen, für den Kanal zu dieser Uhrzeit heutzutage wohl bereits eine annehmbare Dimension - bei den Jüngeren ist dagegen kaum etwas zu holen. Insgesamt beständiger und häufiger Richtung 0,80 Millionen und fünf Prozent zu peilen, müsste eigentlich als machbare Erwartungshaltung eines Mindestmaßes angesehen werden.
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