Ein leichter Regenschauer muss eine Wanderung nicht beenden. Beim Wandern im Regen geht es allerdings nicht darum, möglichst viele wasserdichte Sachen übereinander zuziehen. Gute Kleidung hält Nässe von außen ab, lässt gleichzeitig genügend Bewegungsfreiheit und verhindert, dass man darunter bei jedem Anstieg ins Schwitzen gerät.
Bei leichtem Sommerregen genügt manchmal eine dünne Regenjacke. Wer länger unterwegs ist oder mit wechselhaftem Wetter rechnen muss, sollte dagegen mehr Wert auf zuverlässigen Wetterschutz legen. Wichtig sind versiegelte Nähte, ein ausreichend hoher Kragen und eine Kapuze, die auch bei Wind an ihrem Platz bleibt.
Eine wasserdichte Herrenjacke sollte dabei nicht unnötig dick sein. Entscheidend ist weniger die Wärme als der Schutz vor Regen und Wind. Besonders praktisch sind Modelle mit Belüftungsöffnungen oder Reißverschlüssen unter den Armen. Sie helfen dabei, überschüssige Wärme abzugeben, wenn der Weg steiler wird.
Bei wechselhaftem Wetter oder kurzen Schauern können Herren Softshelljacken die angenehmere Wahl sein, da sie mehr Bewegungsfreiheit bieten, vor Wind schützen und gleichzeitig atmungsaktiv bleiben. Für längeren Dauerregen sind sie allerdings meist nicht gedacht.
Direkt unter der Regenjacke ist ein schwerer Baumwollpullover meistens keine besonders gute Idee. Wird er durch Schweiß feucht, trocknet er langsam und fühlt sich anschließend schnell kalt an. Funktionsshirts aus Kunstfaser oder Merinowolle sind für längere Touren deutlich angenehmer.
Bei kühlerem Wetter kommt darüber eine leichte isolierende Schicht. Ein dünner Fleecepullover reicht häufig aus. Wird es wärmer, verschwindet er einfach im Rucksack. Genau darin liegt der Vorteil des Schichtenprinzips: Die Kleidung lässt sich unterwegs an Temperatur und Belastung anpassen.
Eine Jeans wird im Regen schnell schwer und braucht lange, bis sie wieder trocken ist. Leichte Wanderhosen aus schnelltrocknendem Material sind deshalb die deutlich praktischere Wahl. Bei starkem Regen kann zusätzlich eine dünne Überhose sinnvoll sein. Sie muss nicht besonders gefüttert sein. Viel wichtiger ist, dass sie sich unkompliziert über die normale Wanderhose ziehen lässt. Seitliche Reißverschlüsse erleichtern das Anziehen, ohne vorher die Schuhe ausziehen zu müssen.
Mindestens genauso wichtig sind die Schuhe. Trekkingschuhe Herren sollten bei nassem Wetter nicht nur Wasser abhalten, sondern auch auf feuchten Steinen, Waldwegen und schlammigem Untergrund ausreichend Halt bieten. Ein gutes Sohlenprofil ist bei Regen oft wichtiger als ein besonders schwerer oder hoher Schuh.
Regen gehört beim Wandern manchmal einfach dazu. Mit einer passenden Außenschicht, leichten Materialien und Schuhen mit gutem Grip muss daraus jedoch kein schlechter Wandertag werden.
Schreibe den ersten Kommentar zum Artikel