VOX und RTLZWEI waren mit ihren Hauptabend-Programmen so schwach, dass sie sogar hinter Kabel zurückfielen. Zufrieden sein konnte hingegen Sat.
Aber vorweg: Führende Zuschauerzahlen für das Erste mit neuem Krimistoff:
«Die Toten am Meer» generierten standesgemäße 4,81 Millionen Zuschauer, was dem Sender einen richtig starken Marktanteil von 24,4 Prozent bescherte. Mäßige Meldungen hingegen von den 14- bis 49-Jährigen: 0,20 Millionen Zuschauer beziehungsweise 7,3 Prozent Marktanteil ließen sich beobachten.
Quiz-Programm lieferte gestern das Zweite mit
«Der Quiz-Champion»: Insgesamt schalteten 3,31 Millionen Zuschauer ein, sodass für das ZDF ein Marktanteil von schönen 17,6 Prozent zu Buche stand - es waren also etwa eine Millionen mehr dabei als am Mittwoch. Bei den 14- bis 49-Jährigen zog der Zuspruch ebenfalls klar an auf 0,38 Millionen und nun zweistellig gewordene 13,7 Prozent. Damit verbunden war in jener Altersgruppe eigentlich auch der Primetime-Sieg, wenngleich zu erwähnen ist, dass Oktagon bei RTL in der Late-Prime nach 23.00 Uhr überraschend eine noch höhere Sehbeteiligung bei den 14-49-Jährigen auffuhr (0,41 Millionen).
Zur Hauptsendezeit lag jedoch ProSieben mit
«The Voice of Germany» vor RTL: Die neue Blind Audition erreichte insgesamt konstante 1,22 Millionen Zuschauer und damit einen Marktanteil von annehmbaren 6,6 Prozent. Bei den 14- bis 49-Jährigen schalteten 0,29 Millionen ein, was passablen 10,6 Prozent Marktanteil entsprach - damit hielt man sich zweistellig, obwohl die Zuschauerumfänge in dieser Altersklasse ausbaufähig verblieben (nicht mal 0,30 Millionen). Schwester Sat.1 zeigte die Filmwiederholung
«Der Super Mario Bros. Film» und konnte damit ähnlich zufrieden sein: Ebenfalls 0,29 Millionen Jüngere langten für zweistellige 10,4 Prozent. Insgesamt gewann man durch 0,59 Millionen und 3,0 Prozent allerdings keinen Blumentopf.
RTL, wo
«Ralf Schmitz live! Schmitzfindigkeiten» ausgestrahlt wurde, stand bedröppelt da für seine Verhältnisse. Insgesamt verfolgten das erstausgestrahlte Bühnenprogramm nur 0,90 Millionen Zuschauende, sodass RTL einen Marktanteil von zähen 4,8 Prozent erreichte - ernüchternder Weise erreichte man noch nicht einmal die Millionen-Marke. Bei den 14- bis 49-Jährigen wurden auch nur 0,24 Millionen und verhalten einstellige 8,7 Prozent gemessen. Im Anschluss übernahm die Liveübertragung von
«OKTAGON 94». Das MMA-Event verfolgten ab 23.00 Uhr zunächst schonmal leicht gestiegene 0,28 Millionen Jüngere, was einem nun solide zweistelligen Prozentwert in Höhe 11,8 Prozent entsprach. Ab 23.15 Uhr drehte man sogar richtig auf auf 0,41 Millionen zu starken 18,6 Prozent, ehe später leicht gesunkene 0,35 Millionen gar ausreichten zu 20,1 Prozent. Auch am Gesamtmarkt verbesserte sich das Event von anfangs behäbigen 4,8 Prozent (0,64 Millionen) auf akzeptable 7,8 Prozent und 0,82 Millionen.
Für eigenes Dafürhalten ein Stück erholt Kabel Eins: Die erste neue Episode
«9-1-1 Notruf L.A.» des Abends kam immerhin über 0,10 Millionen Jüngere, genauer gesagt auf 0,11 Millionen und annehmbare 4,2 Prozent. Die zweite Folge steigerte sich dann weiter auf in Ordnung gehende 4,6 Prozent durch wenigstens 0,14 Millionen. Für sich genommen ist das zwar kein dolles Reichweiten-Level, betrachtet man jedoch die Entwicklung am Kabel-Samstag, der vor einigen Monaten gar unter ein Prozent und 0,05 Millionen 14-49-Jährige sank, dann zeigt die Tendenz in dieser Altersklasse seit der Umstellung auf neue Episoden immer nachhaltiger in eine optimierte Richtung. Insgesamt hielt sich der Zuspruch übrigens behäbig bei 0,39/0,46 Millionen zu höchstens 2,4 Prozent.
Die rote Kugel zeigte
«So klingt Deutschland: Unsere 33 beliebtesten Musicals und ihre Hits» und war damit tatsächlich schlechter unterwegs. Die neue Doku-Ausgabe brachte nämlich bloß mangelhafte 3,9 Prozent in der Zielgruppe auf, wofür 0,10 Millionen sorgten. Insgesamt kam man auf arg beschränkte 2,9 Prozent durch 0,46 Millionen. Massiv lädiert RTLZWEI: Ein
«Armes Deutschland»-Re-Run kam nur auf wahrlich limitierte 2,8 Prozent anhand 0,08 Millionen Jüngere. Insgesamt zeigte der Tacho bloß 0,33 Millionen und ganz dünne 1,7 Prozent.
© AGF Videoforschung in Zusammenarbeit mit GfK; videoSCOPE 1.3, Marktstandard: TV. Zuschauer ab 3 Jahren und 14-49 Jahre (Vorläufige Daten), BRD gesamt/ Fernsehpanel D+EU Millionen und Marktanteile in %.
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