Mit zwei «ZDF spezial»-Ausgaben, Dokumentationen von Markus Lanz und Marcel Mettelsiefen sowie einem «auslandsjournal spezial» begleitet das ZDF die US-Zwischenwahlen.
Die Midterm-Wahlen in den Vereinigten Staaten bestimmen Anfang November weite Teile des ZDF-Programms. Rund um die Kongresswahlen am Dienstag, 3. November 2026, plant der Mainzer Sender mehrere Sondersendungen und Dokumentationen. Bei den Midterms werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und turnusgemäß rund ein Drittel des Senats neu gewählt.
Den Auftakt im linearen Programm macht am Dienstag um 19.25 Uhr das
«ZDF spezial» „Midterms in den USA – Zwischenzeugnis für Trump“. Shakuntala Banerjee moderiert live aus Washington mit Blick auf das Kapitol. Gemeinsam mit ZDF-Studioleiter Elmar Theveßen, Gästen und Reportern in verschiedenen Bundesstaaten soll sie die Ausgangslage unmittelbar vor der Wahl beleuchten. Im Mittelpunkt stehen die Stimmung im Land und die Frage, welche Bedeutung die Abstimmung für Donald Trumps zweite Amtszeit haben kann. Banerjee hat für das ZDF bereits mehrfach Wahlsendungen und politische Sondersendungen moderiert.
Direkt anschließend folgt um 20.15 Uhr
«Letzte Ausfahrt Midterms – Demokratie in Gefahr?» von Marcel Mettelsiefen und Ira Beetz. Die Dokumentation konzentriert sich auf Arizona und insbesondere Maricopa County. Anhand verschiedener Lebenswelten erzählt sie von Konflikten um Migration, wirtschaftliche Sicherheit und das Vertrauen in Wahlen. Begleitet werden unter anderem ein Trump unterstützendes Paar, eine Aktivistin der Organisation LUCHA sowie ein Sheriff an der Grenze zu Mexiko. Ergänzt werden die Begegnungen durch Gesprächspartner aus Politik, Wissenschaft und Medien, darunter Tucker Carlson und Karen Attiah.
Um 22.15 Uhr übernimmt Markus Lanz. Gemeinsam mit Anabel Münstermann reist er für
«Markus Lanz – Amerika ungeschminkt: Was kommt nach Trump?» durch Florida und Louisiana. Anders als die vorherige Dokumentation richtet sich der Film stärker auf die Zukunft der MAGA-Bewegung. Lanz und Münstermann treffen Unterstützer Trumps ebenso wie Menschen, die sich von der Bewegung abgewandt haben, und fragen, ob MAGA langfristig auch ohne Trump bestehen könnte. Die Reise führt unter anderem nach Miami, wo kubanischstämmige Trump-Anhänger über ihre politischen Überzeugungen sprechen. Gleichzeitig beschäftigt sich die Produktion mit extremem Wohlstand, hohen Lebenshaltungskosten, traditionellen Geschlechterbildern und der sogenannten Manosphere. Rund um New Orleans stehen wiederum Krabbenfischer, Inflation, Globalisierung und Leihmutterschaft im Mittelpunkt. Die Dokumentation versucht damit auch herauszufinden, ob die oft beschriebene gesellschaftliche Spaltung gemeinsame wirtschaftliche und persönliche Sorgen der Amerikaner überdeckt.
Am Mittwoch, 4. November, folgt um 19.25 Uhr das zweite
«ZDF spezial». Erneut melden sich Banerjee und Theveßen aus Washington, nun allerdings mit den vorliegenden Wahlergebnissen und deren politischen Folgen. Dass das ZDF nach wichtigen Wahlentscheidungen mit einer zusätzlichen «ZDF spezial»-Ausgabe reagiert, gehört auch bei den deutschen Wahlen 2026 zum Programmschema.
Abgeschlossen wird der Schwerpunkt um 22.15 Uhr mit dem 45-minütigen
«auslandsjournal spezial» „Midterms – Amerika hat gewählt“. Banerjee moderiert auch diese Sendung live aus Washington. Gemeinsam mit Theveßen und den ZDF-Reportern soll sie die Ergebnisse einordnen und dabei neben der amerikanischen Innenpolitik auch mögliche Folgen für Deutschland betrachten. Themen sind unter anderem Zölle, Handel und die weitere internationale Zusammenarbeit. Damit begleitet das ZDF die Midterms nicht nur als Kongresswahl, sondern macht sie über zwei Abende hinweg zum politischen Zwischenzeugnis für Trumps zweite Präsidentschaft.
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