«Doitscha – Alles geht vorüber» überträgt Adriana Altaras' Roman in die Gegenwart und thematisiert Antisemitismus, Familie und Identität.
Wenige Tage vor dem Jahrestag der Reichspogromnacht zeigt Das Erste am Mittwoch, 4. November, um 20.15 Uhr den neuen Fernsehfilm
«Doitscha – Alles geht vorüber». Die WDR-Produktion basiert auf Adriana Altaras' 2015 erschienenem Roman „Doitscha – Eine jüdische Mutter packt aus“. Momme Peters und Regisseurin Ester Amrami haben die Geschichte für die Verfilmung in die Gegenwart und damit auch in die Zeit nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 übertragen.
Im Mittelpunkt steht Adriana Alkalaj, gespielt von Oriana Schrage. Sie lebt mit ihrem nichtjüdischen Mann Georg und den beiden gemeinsamen Söhnen in Köln. Zwischen Familienalltag, Pubertät und ihrer jüdischen Identität versucht Adriana, ihre liberalen Vorstellungen zu bewahren. Nach einem aufsehenerregenden Talkshow-Auftritt zum Thema "Juden in Deutschland" erhält sie den Auftrag, anlässlich des Gedenkens an die Reichspogromnacht eine Rede zu halten. Während Adriana mit dieser Aufgabe ringt, verschärfen sich die Konflikte innerhalb ihrer Familie. Ihr älterer Sohn David steckt mitten in der Pubertät und gerät immer wieder mit seinem Vater Georg aneinander. Provokant bezeichnet er ihn als "Doitscha". Hinter den scheinbar religiösen Auseinandersetzungen steckt dabei auch ein klassischer Konflikt zwischen Vater und Sohn. Ernster ist die Situation des jüngeren Sammy. Er wird in der Schule antisemitisch angefeindet, verschweigt die Erlebnisse jedoch zunächst seiner Familie. Erst nach und nach wird deutlich, wie sehr die Ereignisse auch ihn belasten. Der Film verbindet damit die Geschichte einer Familie mit der Frage, wie sich jüdisches Leben in Deutschland nach dem 7. Oktober verändert hat.
Mark Waschke spielt Georg, Yahli Yogev und Adam Lukas sind als die beiden Söhne David und Sammy zu sehen. Zum weiteren Ensemble gehören Samuel Finzi, Inge Maux, Lucia Kotikova, Alice Gruia, Antje Lewald, Aaron Altaras und David Rott. Auch Bettina Böttinger hat einen Auftritt als Journalistin. Ester Amrami führte nicht nur Regie, sondern schrieb gemeinsam mit Momme Peters das Drehbuch. Produziert wurde «Doitscha – Alles geht vorüber» von storytelle, einem Label der Kölner ALPHA Entertainment, im Auftrag des WDR für die ARD. Der Film bleibt nach seiner Ausstrahlung bis zum 4. November 2027 in der ARD Mediathek verfügbar.
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